Google plus: Googles eigenes Facebook – Tipps, Tricks, Einladung

Googles Angriff auf Facebook: Ende Juni 2011 ging das soziale Netzwerk Google+ (Google plus) online. Im Vorfeld wurde das Google-Pendant zum Gefällt-mir-Button, der +1-Button, weltweit ausgerollt, mit Google+ legt das Suchmaschinen-Unternehmen all seine Marktmacht in die Waagschale im Kampf um das Web 2.0 – und um das, was danach kommen wird. Wir haben die wichtigsten Fakten, Tipps und Tricks zu Google plus zusammengestellt: Wie man Einladungen zu Google+ verschickt, wie man sich als Unternehmen anmeldet, die wichtigsten Features und essentielle Starter-Tipps.

1. Google plus Einladung

google+ einladen
Der neue Google-plus-Dienst startete in einer geschlossenen Testphase, User in Deutschland können sich auf der Startseite vormerken lassen. Wann Google+ weltweit frei zugänglich sein wird, ist noch nicht klar. Wer allerdings jemanden kennt, der Mitglied ist, kann sich einladen lassen: Bei Google plus findet man in der rechten Spalte einen Punkt namens “Einladungen senden”. Hier kann ein Mitglied einfach E-Mail-Adressen eingeben. Genau wie bei der älteren inoffiziellen Invite-Variante garantiert die Einladung noch keinen sofortigen Zutritt – unter Umständen muss man die Google-Plus-Seite öfters besuchen, um sich anmelden zu können.

2. Google+-Anmeldung für Unternehmen

Bisher gibt es bei Google+ lediglich Personenseiten. Wer sich als Firma, Medium oder Unternehmen eine solche Seite angelegt hatte, wurde von Google wieder gelöscht. Für die offiziellen Unternehmens-Profile, die im Laufe des Jahres präsentiert werden sollen, kann man sich anmelden.

3. Tipps und Tricks für Neueinsteiger

Google+ sieht erstmal ähnlich aus wie Facebook, beinhaltet aber einige weitere Funktionalitäten. Vor allem die Datenschutz-Einstellungen sind transparenter. Wir haben 10 Tipps und Tricks für Google-Plus-Einsteiger zusammengestellt, außerdem zwei Spickzettel zum Ausdrucken mit den wichtigsten Abkürzungen und Funktionen.

4. Google plus one-Button

Die Google-Variante des Gefällt-mir-Buttons erscheint nicht nur in den Suchergebnissen, sondern auch in den Google+-Profilen. Der Code ist für Webseitenbetreiber natürlich frei verfügbar, hier beschreiben wir das Konzept und wie man den Google +1 Button in seine Webseite einbaut.

5. Die Funktionen im Überblick

Der offizielle Google-Blog-Eintrag (hier auf Deutsch) zum Start stellt in eher blumigen Worten vom “Teilen wie im richtigen Leben“ einzelne Funktionalitäten vor, ohne den Gesamtplan zu präsentieren. Hier der Ausblick auf das, was das Google-Plus-Projekt verspricht.

Ein Profil bei Google plus sieht auf den ersten Blick so aus:

google plus profile

Eine gewisse Ähnlichkeit zu Facebook ist in der Profil-Ansicht nicht zu verleugnen. In der Menü-Leiste findet man neben Fotos, Videos und den +1-Statistiken auch zentral den Punkt “Posts”, also Nachrichten von und an die Freunde. Anders als bei Facebook hängt aber die Anzeige der persönlich geteilten Nachrichten stärker von der Freundschaftsbeziehung ab – von den “Circles”.

Google+ Circles

Das neue Google+ organisiert die Freunde in “Circles” – also Kreisen. Wo Facebook eher versteckte Möglichkeiten gibt, seine Freunde in Gruppen einzuteilen, geht Google gleich von der (naheliegenden) Option aus, dass man nicht alles mit allen teilen will. Die “Circles” können nach Beziehungen, Orten oder Interessen sortiert sein, aber so erhalten nur diejenigen Informationen, die sie wirklich erhalten sollen. Aus den Freunden wählt man per Drag-and-Drop die Kontakte in die Gruppen hinein. Hier sind Kreise denkbar wie im richtigen Leben, etwa Familie, Arbeitskollegen, Freunde in der Heimatstadt, oder auch alle. Das ist das Herzstück des Kommunikationssystems Google plus.

google plus

Google+ Sparks

Zweites Google-plus-Element: Das Motto von Sparks ist: “Nerding out. Together.” In diesem Bereich liefert Google plus Nachrichten und Webseiten zu deinen Interessen. Die +1-Empfehlungen, die du mit deinem Account getätigt hast, werden hier ebenso einfließen wie per Hand eingegebene Interessengebiete. Ein persönlicher Quasi-Feed bringt die relevanten News auf die Google+ Startseite, mit Interaktionsmöglichkeiten mit Leuten/Freunden, die diese Interessen teilen. Ein wenig rätselhaft erscheint, warum man auch noch seine Interessen eingeben soll – hat Google nicht bereits alle diese Daten?

Google+ Hangouts

Bei dieser Funktion will Google offenbar auch noch Skype überholen, mit eigenem Video-Chat. Dabei geht es in der Google-Erzählung weniger darum, dass man etwas Zielgerichtetes macht, sondern mehr darum, dass man einfach zusammen in der Videokonferenz abhängt (“Hangouts”). Offenbar kann man das auch mit den “Circles” kombinieren – also Gruppenchats mit den Leuten, die in einem bestimmten Zusammenhang stehen. In der Übersicht sieht man dann, welche Freunde online abhängen, und kann teilnehmen. Wenige Tage nach dem Start von Google+ zog Facebook nach: Die Video-Chat-Funktion von Facebook beruht auf Skype, beherrscht allerdings keine Multiuser-Variante – während man bei Google plus mit bis zu 10 Leuten per Video konferieren kann.

Google+ Mobil

Googles soziales Netzwerk ist natürlich auf Android-Smartphones abgestimmt. Die passende Google-plus-App ist auch schon verfügbar. Aber auch für iPhones soll es bald eine App geben. Die Features umfassen einen unmittelbaren Upload von Videos und Fotos (allerdings offenbar ohne Picasa-Anbindung, wie Caschy schreibt), Standortbestimmung für Nachrichten und einen Gruppenchat namens “Huddle”.

Google plus – Unsere Einschätzung

Googles Schritt gegen den Aufstieg von Facebook kommt fast zu spät – ist aber einleuchtend. So werden in der ersten Präsentation insbesondere die Kompliziertheit des Konkurrenten, in direkten Beispielen auch überzeugende Funktionen und die Datenschutz-Belange aufgegriffen. Ob die persönlichen Daten tatsächlich sicherer bei dem Suchmaschinen-Imperium untergebracht sind, ist eine andere Frage. Es wird in jedem Fall spannend, ob sich Google auch hier mit dem Prinzip der einfachen Bedienung durchsetzen kann. Mit der direkten Verknüpfung zu Smartphones hat Google mit dem wachsenden Android-Markt jedenfalls ein As im Ärmel.

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