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Google Street View: Google verweigert Herausgabe von versehentlich gespeicherten Daten - aus Datenschutzgründen

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Anfragen zur Herausgabe der Daten, die während der Google Street View Aufzeichnungen versehentlich mitgespeichert wurden, kamen aus Deutschland und Hong Kong. Google möchte jedoch zunächst klären, ob es die Daten überhaupt herausgeben darf. Immerhin: einen Blick auf ein Google Street View Car wird den Datenschützern gewährt.

Nachdem Google vor zwei Wochen einräumen musste, bei der Aufnahme von Deutschlands Straßen auch WLAN-Daten und Übertragungsfragmente gespeichert zu haben, war die Empörung groß. In Deutschland forderte nun Hamburgs Datenschutzbeauftragter, Johannes Caspar, zur Aufklärung die Herausgabe der Daten. Laut einem Bericht der New York Times ziert sich Google jedoch. Ausgerechnet die Datenschutzbestimmungen würden es nicht erlauben, die Daten einfach herauszugeben. Hier wolle man sich erst Klarheit verschaffen. Aus dem gleichen Grund wurde auch eine von Hong Kongs Behörden gestellte Frist nicht eingehalten. Grundsätzlich wolle man die Daten jedoch herausgeben, so Peter Barron, Google-Sprecher in London.

Simon Davies, Vorsitzender von Privacy International, einer Organisation, die Datenschutzbewegungen aus über 40 Ländern repräsentiert, sieht die Verweigerung als "Kriegserklärung" an die europäischen Behörden, da die Souveränität der Länder nicht anerkannt werde.

Google kommt den Kritikern unterdessen an anderer Stelle entgegen. Wie die Computerwoche berichtet, werde den Datenschützern ein intensiver Blick auf ein Google Street View Car gewährt. Eine genaue Analyse des Corpus Delicti mag vielleicht neue Einblicke in das Ausmaß der Affäre einbringen. Wirkliche Erkenntnisse werden aber wohl erst die tatsächlichen Daten liefern.

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