Google Street View: Widerspruchsfrist verlängert

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Google reagiert auf die anhaltende Kritik an seinem Dienst Street View und verdoppelt die Frist, in der man Widerspruch einlegen kann. Verzögert sich dadurch auch die Einführung?

In einem Blogpost schreibt Philipp Schindler, Googles Vizepräsident für Nord- und Zentraleuropa, dass die Frist, in der man einen Antrag auf Verpixelung seines Hauses einlegen kann, statt bis zum 15. September bis zum 15. Oktober andauern wird. Man reagiert damit auf die Kritik, dass viele Nutzer (oder eben auch Nichtnutzer) in den Sommerferien von der kurzen Frist überrascht worden seien. Ob sich die Kritiker von den Herbstferien, die am 15. Oktober in 14 Bundesländern bereits begonnen haben, ähnlich beeindrucken lassen, bleibt abzuwarten. In Bayern, Heimat von CSU-Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, beginnen die Ferien jedenfalls erst im November.

Darüberhinaus hat sich Google in Zusammenarbeit mit den Hamburger Datenschautzbeauftragten, die sich in der Street View-Debatte besonders hervortaten, auf weitere Maßnahmen geeinigt, die vor allem regeln, was mit den Daten aus den Widerspruchsanträgen geschieht. Diese sollen sicher verwahrt und nur für den Widerspruch verwendet werden.

Laut Spiegel Online verzögert sich aufgrund der jüngsten Entwicklung auch der Start von Street View um die entsprechenden 4 Wochen. Da als “Datum” bislang aber stets “bis Ende des Jahres” genannt wurde und die Aussage ohne Quelle ist, muss dies nichts bedeuten.

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