Google-Suche jetzt schneller, als man tippen kann: Google Instant (und Bob Dylan)

Peer Göbel

google instant
Google hat seine beschleunigte Suche nun auch für Deutschland ausgerollt: Wer einen Google-Account hat und den neuen Dienst Google Instant freischaltet, bekommt die Suchergebnisse schon während des Tippens angezeigt. Das funktioniert ziemlich gut und verleiht der Internet-Suche ein neues Gefühl – vielleicht hektischer, vielleicht assoziativer. Ein Videoclip mit Bob Dylan zeigt, wie es ungefähr aussieht.

Um Google Instant nutzen zu können, braucht man einen Google-Account und muss unter google.de/instant den Dienst freischalten. Wer nun (eingeloggt) sucht, bekommt während des Tippens die Ergebnisse des ersten Google-Vorschlags (Google Suggest) angezeigt. Mit jedem Buchstaben, den man eingibt, können sich die Ergebnisse unten also ändern. In diesem Beispiel muss ich nur bis “bob d” eingeben, um schon die Ergebnisse für Bob Dylan zu bekommen:

google instant screenshot

Google rechnet vor, dass man so 2-5 Sekunden bei jeder Suche spart. In ihrem Googleblog-Eintrag spricht Marissa Mayer von einem “search-before-you-type”, weil die Suchmaschine ja quasi im Voraus erkennt, was der User mit einer hohen Wahrscheinlichkeit sucht.

Ein Videoclip zeigt anhand von Bob Dylans “Subterranean Homesick Blues”, wie schnell die Suche nun geworden ist:

Über die Auswirkungen auf das Suchverhalten sind die Meinungen noch geteilt. Vielleicht führt Google Instant dazu, dass man immer weiter oben eintippt, bis das gewünschte Ergebnis auf Platz eins ist. Oder dass man mehr herumprobiert, weil die Ergebnisse ja sofort angezeigt werden. Auf jeden Fall stärkt die neue Streaming-Suche das Google-Suggest-Prinzip. Aber ob das jetzt heißt, dass alle nach denselben Phrasen suchen oder im Gegenteil ihre Suche immer genauer formulieren, wird man erst sehen, wenn Google Instant ganz selbstverständlich geworden ist – in wenigen Wochen.

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

GIGA Marktplatz