Google Transparency Report: Neues Tool macht Zensur transparent

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Google hat mit dem Google Transparency Report ein neues Werkzeug vorgestellt, mit dem sich Zugriffe geordnet nach Diensten und Ländern anzeigen lassen. So lassen sich auch Rückschlüsse auf Zensurmaßnahmen ziehen.

Die Seite Google Transparency Report fungiert als Startseite einer Transparenzinitiative, zu der sich Google entschlossen hat. Zuvor wurde der Konzern häufig dafür kritisiert, zu wenig Einblick in seine Daten zu gewähren. Neben der Startseite gibt es die Unterpunkte Government Requests, Traffic und eine FAQ.

Die Government Requests wurden bereits im April vorgestellt und bieten sicher die interessantesten Informationen. Hier ist auf einer Google Map verzeichnet, in welchen Ländern Google Anfragen der Regierung bekommen hat, Inhalte zu löschen. Neben der Anzahl ist auch aufgeführt, welche Löschanfragen sich durchgesetzt haben. Desweiteren wird aufgeschlüsselt, wie sich die Anfragen aufteilen. In Deutschland gab es beispielsweise 668 Löschgesuche seitens der Behörden, von denen 124 umgesetzt wurden. So wurden alleine beim Suchdienst 1024 Suchergebnisse entfernt.

Neu ist das Traffic-Tool. Hier lassen sich anhand einer Grafik Verlaufsstatistiken der einzelnen Google-Dienste wie Google Search, YouTube oder Google Maps anzeigen. Diese kann man außerdem nach einzelnen Ländern und Zeiträumen filtern. Bestimmte Ausschläge im Trafficverhalten werden von Google kommentiert. Seit dem 12. Juni 2009, also seit den Protesten im Zuge der iranischen Regierungswahlen, ist etwa YouTube im Iran gesperrt, weswegen hier kein Traffic mehr zu verzeichnen ist.

In der FAQ werden die einzelnen Funktionen und Beweggründe noch einmal genauer erläutert.

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