Dass der Musikstreamdienst Grooveshark jahrelang und weltweit ein großes Musikangebot zum kostenlosen Hören angeboten hat, musste doch irgendeinen Haken haben – Der Konzern Universal hat ihn jetzt gefunden und will den Dienst endgültig schließen lassen.

Um dies zu erreichen hat der Medienriese Klage in einem Bezirksgericht in New York eingereicht. Erwirkt werden soll eine unbefristete Schließung von Grooveshark. Ob die Klage Erfolg haben wird, ist ungewiss (wenigstens einige Tage bis Wochen bleibt und der Dienst wohl noch erhalten). Dass Universals Chancen aber nicht ganz schlecht stehen, ist dem Einfallsreichtum seiner Anwälte, bzw. der Schusseligkeit der Betreiber zu verdanken.

Grundsätzlich schützen die US-Copyrightgesetze nämlich Grooveshark vor der Schließung, sofern die Nutzer ihre eigenen Songs hochladen. Voraussetzung ist, dass Grooveshark diese löscht, sobald sie erfahren, dass die Uploader dazu nicht das Recht haben (viele angehende Künstler nutzen Grooveshark als Werbeplattform). Anders verhält es sich jedoch, wenn die Betreiber selbst Lieder hochladen. Und das haben sie vermutlich getan. Universal hat eine Liste mit insgesamt rund 9000 Songs vorgelegt, die der CEO Samuel Tarantino sowie die beiden Vice Presidents Geller und Westermann-Clark hochgeladen haben sollen. Wie in der Branche üblich werden absurd hohe Phantasiesummen als Schadenswert angesetzt, pro Song sind es in diesem Fall 150.000 US-Dollar. Insgesamt soll sich die Klage auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen. Diese Summe wird Grooveshark wohl nie aufbringen können, aber für Universal ist wohl relevanter, dass die Seite, die derzeit wohl der beliebteste Streaming-Dienst überhaupt ist, vom Netz verschwindet.

Sehr viele Alternativen zu Grooveshark gibt es derzeit nicht. last.fm hat sein Streamangebot im vergangenen Jahr weitgehend eingestellt und ist nur noch eine Art Empfehlungsdienst. Simfy ist kostenpflichtig und Spotiy praktisch überall nutzbar außer in Deutschland. Der Grund sind wie auch bei Google Music Streitigkeiten mit der GEMA.

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