Honeycomb: Was bringt Android 3.0

Gestern Nacht war für unsere Kollegen von androidnews.de eine ganz besondere. Google hat die neue Android-Version 3.0 namens Honeycomb vorgestellt und das Event über den eigenen YouTube-Kanal live gezeigt. Unsere Android-Freaks hier waren den ganzen Tag ganz schön aufgeregt und haben Googles Livestream auf YouTube mit einem Live-Chat begleitet.

Wer sich einen Eindruck von der Stimmung gestern machen möchte, kann den Live-Chat in ganzer Länge auf Androidnews nachlesen. Was aber bringt Android 3.0 Honeycomb für den User? Nun, zunächst einmal das erste eigens programmierte Betriebssystem für Touchscreen-Tablets, das nicht von Apple ist. Die bisher eingesetzten Android-Versionen 2.2 und 2.3 waren nur für Handys und Smartphones gedacht, was in der Tablet-Praxis einige Probleme verursachte. Konkurrent Microsoft wird wohl erst mit der nächsten Windows 8-Version mit den großen Touchscreen-Displays der Tablets wirklich gut zurechtkommen. Der härteste Mit-Konkurrent von Android und iOS könnte insofern HP werden, die am 9. Februar vermutlich ebenfalls eine Tablet-Version ihres Betriebssystems webOS vorstellen werden. Wie hat sich Google also aufgestellt?

Wie nicht anders zu erwarten, hat Google den Homescreen komplett umgearbeitet und an die größeren Tablet-Displays angepasst. Besonders auf die „holografische“ Darstellung sind die Google-Entwickler stolz. Das upgedatete System ist wie Apples iOS abwärtskompatibel, d.h. auch Apps, die für ältere Android-Versionen programmiert wurden, sollten funktionieren.

Nachgebessert hat Google vor allem bei der Grafikleistung. Die bietet jetzt mit der 3D-Engine Renderscript Spiele-Publishern die Möglichkeit, rasante und grafiklastige Actionspiele für Android zu entwickeln, die dann ruckelfrei gespielt werden können. Passende Hardware vorausgesetzt. Außerdem wurde die virtuelle Tastatur etwas angepasst.

Auch der Android-Market wurde umgestaltet und ist ab sofort nicht nur über das Android-Gerät zu erreichen, sondern zum bequemeren Suchen auch am PC. Hierzu muss man nur auf die Website market.android.com gehen und kann sich in aller Ruhe am PC interessante Apps zusammensuchen. Für die Installation muss man sich erst im Webmarket anmelden. Die ausgewählten Apps werden dann vom Market aus erst gar nicht auf den PC runtergeladen, sondern gleich per UMTS oder WLAN auf dem Android-Gerät selbst installiert. Besitzt jemand mehrere Geräte, gibt es zuvor noch eine Abfrage, auf welchem Gerät die App installiert werden soll. Mit dem Webmarket begegnet Google jetzt auch im App Store-Bereich Apple auf Augenhöhe, wo der große Konkurrent mit iTunes schon lange Apps auch übers Internet anbietet.

Außerdem wird man zukünftig auch über die Apps Inhalte kaufen können. Diese In-App-Kauf genannte Funktion ist zum Beispiel bei Navigations-Apps interessant, wo man dann z.B. Kartenmaterial einfach aus der App heraus hinzukaufen kann, ohne nochmal in den Market zu müssen.

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