HP kauft Palm: Neue Details zum Deal veröffentlicht

Es war eine Traumhochzeit: Als Hardwarehersteller HP am 28. April den Mobilgerätespezialisten Palm übernahm, war sofort klar, dass HP so den ernsthaftesten Konkurrenten für Apples iPad herstellen möchte. Nun wurden Details zur Übernahme bekannt.

Demnächst in Ihrem Laden: iPad-Konkurrenz-Tablet mit Palms WebOS. Wie bereits berichtet, setzt HP bei der Herstellung seiner Tablet-PCs als Konkurrenz zum iPad nicht auf den Ressourcenfresser Windows 7, sondern Palms WebOS. HP hat dazu Ende April den traditionreichen Hersteller Palm gekauft. Nun berichtet das US-Blog engadget über Details des Kaufs.

Neben der Option des Verkaufs der Firma soll auch überlegt worden sein, das Betriebssystem zu lizenzieren oder Patente zu verkaufen. Dies sei jedoch zugunsten der Wetbewerbsfähigkeit Palms verworfen worden. Im Bieterstreit soll es nicht nur den Wunschkandidaten HP gegeben haben, es wurden laut Palm Gespräche mit 16 Firmen geführt. In einem Monate andauernden Biet-Wettstreit hätten sich insgesamt fünf ernsthafte Bewerber um Palm herauskristallisiert. Dabei habe Palm-Chef Jon Rubinstein zu einem Zeitpunkt persönlich HP gewarnt, dass sie ihr Angebot „signifikant und sofort“ erhöhen müssten, um im Wettstreit am Ball zu bleiben. Das habe HP auch getan – das Angebot pro Anteil wurde von $4,75 (hätte insgesamt etwa 1 Milliarde Dollar entsprochen) auf $5,70 erhöht. Mit diesem Angebot wurde letztendlich der Zuschlag erteilt.

Die Namen der anderen Bieter sind bis jetzt noch nicht veröffentlicht, bei einem der Bieter könnte sich das jedoch noch ändern, da kein Stillschweigeabkommen zwischen Palm und der betreffenden Firma unterzeichnet wurde.

Palm SEC filing

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