IBM verteilt virenverseuchten USB-Stick – auf einer Sicherheitskonferenz

Versehen oder misslungene PR-Maßnahme? Auf einer IT-Sicherheitskonferenz hat IBM USB-Sticks verteilt, auf denen sich ein Virus befand. Dieser ist immerhin schon seit 2008 bekannt.

Am IBM-Stand der australischen IT-Sicherheitskonferenz AusCERT2010 gab es USB-Sticks für lau. Das ist auf einer IT-Versammlung sicher nichts ungewöhnliches, jedoch haben es diese Sticks in sich: auf ihnen fand sich Malware. Diese versteckt sich in der setup.exe und wird sofort nach Einstecken des Sticks in einen USB-Slot ausgeführt. Immerhin: es handelt sich um Schädling, der seit 2008 bekannt ist und wird somit von jeder aktuellen Antivirensoftware erkannt.

Zur Sicherheit hat IBM aber seiner bei Beast or Buddha veröffentlichten Mail an die Deligierten ein Workaround beigefügt, mit dem sich das Problem beheben lässt. In der E-Mail bedauert IBM eventuelle Unannehmlichkeiten, die entstanden könnten, äußert sich aber nicht, wie der Virus auf die Sticks gelangen konnte.

Es ist eine Ironie, dass IBM dieses Malheur ausgerechnet auf einer IT-Sicherheitskonferenz zustößt. Sollte es sich um einen PR-Stunt handeln, der auf die Gefahren von Viren aufmerksam machen soll, ist dieser eher als misslungen zu betrachten.

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