Intel „Oak Trail“ heißt Atom Z670

Shu On Kwok

Die Atom-Plattform von Intel ist ungeschlagen als Netbook-Herzstück. Aber leider hat die Plattform es nie geschafft, sich als Tablet-Plattform zu etablieren. Nun folgt mit einer überarbeiteten Version, dem „Oak Trail“, der nächste Anlauf  den Tablet-Markt zu erobern. Eins ist aber schon jetzt klar, es wird sehr schwer für den Chipgiganten. Auf dem Tablet- und Smartphone-Markt ist die Konkurrenz mit den günstigen auf der ARM-Architektur basierenden Prozessoren sehr stark.

Intels erstes „Oak Trail“ Produkt wird der Atom Z670 sein. Dieser ist vom Prozessor her fast identisch mit seinem Vorgänger aus der Z600-Serie mit „Moorestown“. Sowohl “Morrestown“, als auch “Oak Trail” setzen beim Prozessor auf den „Linecroft“, einen in 45 nm gefertigten Single-Core-Prozessor mit Hyper-Threading. Auch bei den anderen Spezifikationen wie der Taktrate, Größe des L2-Cache und der integrierten Grafikeinheit sind bei beiden identisch und beträgt 512 KByte, 1,5 GHz und GMA 600.

Der einzige Unterschied zwischen „Oak Trail“ und Moorestown“ liegt in dem Chipsatz. Der unter dem Codenamen „Whitney Point“ entwickelte Unterbau wird im Handel als SM35 zu finden sein und ist zuständig für die wichtigen externen Verbindungen wie USB, HDMI, Sound, WLAN UMTS und auch WiMAX.

Auch wenn sich technisch fast nichts verändert hat, sollen die „Oak Trail“ Produkte in der Bauweise wesentlich kompakter geworden sein als der Vorgänger „Moorestown“. Außerdem soll auch die Verlustleistung, Thermal Design Power oder kurz TDP, bei der neuen Atom-Serie von Intel geringer ausfallen.

Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Tablet-Hersteller von der Intel Plattform zu überzeugen, bleibt zu bezweifeln. Laut Gerüchten ist „Oak Trail“ fast drei mal teurer als ein Dual-Core-Prozessor auf ARM-Basis. Trotzdem sollen laut der Ankündigung von Intels CEO Paul Ottelini im Dezember 2010, 2011 bis zu 35 Tablets mit Intel Atom Plattform am Markt erscheinen.

via Computerbase.de

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