Internetgeschwindigkeit: Deutschland auf dem 16. Platz

Beim Spitzenreiter Südkorea freut man sich über eine durchschnittliche Downloadgeschwindigkeit von 34,19 Mbit pro Sekunde, hierzulande muss man sich mit ca. 13,11 Mbit zufrieden geben.

Das Seattler Unternehmen Ookla erstellt mit seinem Net Index ein internationales Ranking der durchschnittlichen Internetgeschwindigkeit. Wenig überraschend ist hier Südkorea Spitzenreiter. Dass auf Platz 2 und 3 Lettland und Moldawien mit 24.3 Mbit bzw. 21,55 Mbit liegen, ist da schon bemerkenswerter. Deutschland kommt mit 13,11 Mbit auf den 16. Platz und positioniert sich damit zwischen den Nachbarländern Schweiz (13,30 Mbit) und Dänemark (12,41 Mbit). Schlusslicht im 154 Plätze umfassenden Ranking bildet mit gerade einmal 0,26 Mbit Sambia, während es Norkorea, der isolierte Nachbar des Spitzenreiters, nicht in die Messung geschafft hat.

Analysiert werden die Geschwindigkeiten durch den Dienst speedtest.net, an dem jeder Internetnutzer seine persönliche Geschwindigkeit messen lassen kann. Dieses Verfahren ruft jedoch auch Kritik hervor. Gegenüber computerworld.com äußert die amerikanische Lobbygruppe Free Press, dass eben nur jene Nutzer an dem Test teilnähmen, die Wert auf ihre Verbindung legen. Dadurch sei die Untersuchung nicht repräsentativ und damit unwissenschaftlich. Das sei als Anekdote in der Debatte interessant, jedoch nicht nützlich. In den USA herrscht eine lebhafte Debatte über die Verteilung der Bandbreite, da die Einschränkung der Netzneutralität befürchtet wird.

Ooklas Mit-Gründer Mike Apgar entgegnet, dass die schiere Menge an speedtest-Teilnehmern die Untersuchungen repräsentativ mache. Außerdem würden 60 % der Nutzer den Dienst zum ersten Mal in Anspruch nehmen, weswegen die Untersuchung nicht auf eine kleine Anzahl von Interessierten beschränkt sei, die den Test wieder und wieder durchführen würden.

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