iPhone als Erziehungshelfer: Kind nennt Papas Handy "Mama"

Frank Ritter

Handys, besonders Smartphones, nehmen einen immer größeren Stellenwert in unserem Leben ein. Aus den USA berichtet nun ein Journalist, wie sein Kind anfing, sein iPhone “Mama” zu nennen.

Eric Pape vom Slate-Magazin beschrieb, wie sein alltäglicher Begleiter, das iPhone, sich auf seinen kleinen Sohn auswirkt. Seitdem das Kind etwa ein Jahr alt war, ließ er es mit der Mutter telefonieren. Außerdem zeigte er ihm oft Fotos und Videos der Mutter auf dem Gerät. Nach zwei Monaten musste das Kind das iPhone nur sehen, um “Mama” zu rufen. Schließlich reichte es völlig aus, wenn das Kind das iPhone nur sah, um “Mama” zu rufen. Als schließlich ein Freund mit einem – auch optisch – anderen iPhone die Familie besuchen kam, nannte das Kind auch dessen iPhone “Mama”.

Psychologisch gesehen, so erfuhr Eric Pape von Bekannten, handele es sich bei Mama um ein “Suitcase Word” (Koffer-Wort). Für das Kind ist es zu schwer, die eigentliche Mama von dem Ding zu unterscheiden, mit dem es Kontakt zur Mama habe bzw. das “mütterlich” konnotiert sei. Aufgrund dessen wurde das iPhone des Vaters und, später in einem Assoziationssprung auch jedes andere iPhone, zur “Mama”, weil es sich um das Gerät handelt, mit dem es “mütterliche” Erfahrungen verbindet.

Slate.com: My son is mistaking a smartphone for his mother.

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