iPhone: Stellungnahme zu Locationgate

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Mit einem Q & A nimmt Apple heute Stellung zu seiner Speicherung der Verkehrsdaten – beziehnungsweise dem Missverständnis, dass es sich um solche handele. Man darf gespannt sein, ob am Ende des Tages diese Meldung oder die Ankündigung des weissen iPhone 4 für mehr Wirbel sorgen wird.

Die letzten Tage ging es für Apple ganz schön hoch her. Wer sich mit den Hintergründen zum von den Medien “Locationgate” getauften Vorgang informieren möchte, kann sich noch einmal unseren entsprechenden Artikel zu Gemüte führen. Fertig? Gut!

Denn Apple nimmt heute mehr oder weniger ausführlich Stellung zu den Vorwürfen. Zunächst einmal gibt es eine ganz klare Distanzierung zu der Frage, ob Apple die Aufenthaltsort der iPhone-Nutzer verfolgt: “Apple verfolgt nicht die Position Ihres iPhones. Apple hat dies nicht getan und hat keine Pläne, dies je zu tun.”

Man möchte auf die Sorgen der Nutzer reagieren, stellt aber klar, dass es sich hier um relativ komplexe Vorgänge handelt, die nicht in einem Satz zu erkären sind. Man gibt sich auch selbst die Schuld dafür, die Nutzer nicht rechtzeitig über die Problemstellungen bei der Erfassung von Verkehrsdaten aufgeklärt zu haben.

Auch stellt Apple klar, dass es nicht die Positionsdaten des iPhones sind, die gespeichert werden, sondern “die Positionen der WLAN-Hot Spots und Funktürme im Umkreis, die sich auch mehr als hundert Meilen entfernt befinden können”. Diese Daten würden zum Teil auf dem iPhone verbleiben, um einen Cache mit Daten vorrätig zu haben, auf die schnell zugegriffen werden kann, um zum Beispiel eine schnelle Navigation zu ermöglichen. Die auf dem iPhoen befindlichen Daten seien zwar geschützt, aber nicht verschlüsselt. Die übrigen Daten würden verschlüsselt an Apple übertragen werden.

Auf die Frage, warum die Daten länger als ein Jahr gespeichert werden, heisst es: “Der Grund, warum das iPhone so viele Daten speichert, ist ein Bug, den wir entdeckt haben, und der in kürzester Zeit gefixt werden soll. Wir glauben nicht, dass das iPhone mehr als 7 Tage dieser Daten speichern muss.”

Auch die Tatsache, dass die Daten auch dann gespeichert werden, wenn die GPS-Funktionen des iPhones deaktiviert sind, geht laut Apple auf einen Bug zurück, der ebenfalls zeitnah gepatcht werden soll.

Zusammengefasst: In den kommenden Wochen will Apple ein Update veröffentlichen, dass die Größe des Caches mit den gespeicherten Daten umliegender WLAN-Hot Spots und Funktürme reduziert, ein Backup zu den Apple-Servern unterbindet und die Speicherung abstellt, wenn GPS deaktiviert ist. Bei der nächsten Versionsnummer des iOS soll dieser Cache darüber hinaus verschlüsselt werden.

Eine kleine Randnotiz: Den Kollegen von engadget.com ist ein Detail aufgefallen, welches einen Hinweis auf die Zukunftspläne Apples zum Thema Verkehrsdaten geben könnte. So wird in der Stellungnahme darauf hingewiesen, dass Apple derzeit anonyme Verkehrsdaten sammelt, um eine crowd-basierte Datenbank zu erstellen, die für zukünftige Dienste im Bereich Verkehr verwendet werden soll. Welche auch immer das sein sollen. Als Zeitraum dafür wird “in den kommenden Jahren” angegeben.

Download
Apple Q & A On Location Data
Offizielle Pressemitteilung (engl.)

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