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IPv4-Adressen werden knapp

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Der Netzwelt gehen die IP-Adressen aus. In knapp einem Jahr könnten die knapp 4 Milliarden Adressen, die das IPv4-Protokoll zu vergeben hat, aufgebraucht sein. Ein Wechsel zu IPv6 ist daher dringend geboten

Als das IPv4-Protokoll vor 30 Jahren entwickelt wurde, hat man nicht damit gerechnet, dass die zur Verfügung stehenden 4 Milliarden IP-Adressen, die jeden ans Netz angeschlosenenn Computer identifizieren, irgendwann ausgehen würden. Schon die Durchsetzung des PCs im Heimgebrauch konnte Zweifel wachsen lassen. Nun aber gibt es eine Welle von mobilen Geräten wie Smartphones, Netbooks oder Tablets, die alle ans Netz wollen und die alle eine eigene IP-Adresse benötigen. Deswegen rechnen Experten laut dem australischen Sydney Morning Herald damit, dass die verbleibenden 232 Millionen IP-Adressen in den nächsten 340 Tagen aufgebraucht sein werden.

Die Zeitung vergleicht dies mit der Verknappung von Telefonnummern, mit der Sydney vor einigen Jahren zu kämpfen hatte. Allerdings reicht es hier nicht, einfach noch eine Nummer dranzuhängen. Das aktuellere Protokoll, IPv6, ist zwar im Begriff, sich durchzusetzen. Allerdings ist es nicht abwärtskompatibel. Alle Geräte und jegliche Software müssen dieses Protokoll untersützten. Windows und Apple, sowie einige Smartphones beherrschen es schon. Auch Facebook arbeitet an einer zügigen Umsetzung der Kompatibiltät. Doch nur sehr wenige Intrnet Service Provider schalten ihre Systeme um.

Geoff Huston, Chefwissenschaftler bei APNIC und damit zuständig für die Vergabe von IP-Adressen im Asien-Pazifik-Raum, sieht Parallelen zum Klimawandel: wenn jeder seinen Teil beiträgt, ist das Problem lösbar, Aktionen Einzelner helfen nicht.

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