Jumo: Facebook-Gründer startet Charity-Netzwerk

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Facebook-Mitgründer Chris Hughes hat nun sein eigenes soziales Netzwerk Jumo vorgestellt. Entscheidend ist hier tatsächlich der Begriff sozial, denn der Schwerpunkt für Nutzer liegt bei der Organisation der eigenen Wohltätigkeit.

2007 verließ Chris Hughes Facebook, um die Onlinekampagne des damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Barak Obama aufzubauen. Die Philosophie des “Change” hat Hughes offenbar verinnerlicht, denn nach gewonnener Wahl machte er sich daran, ein soziales Netzwerk für den guten Zweck einzurichten. Nach längerer Beta-Phase ist Jumo nun gestartet.

Im Prinzip funktioniert Jumo genau so wie Facebook. Wer sich anmeldet (interessanterweise ist hierfür bislang ein Facebook-Account Voraussetzung), kann sich ein eigene Profil erstellen, und eine Pinnwand ist der zentrale Ort für diverse Tätigkeiten. Der Kniff an Jumo ist nun aber das Interessensystem. Der Nutzer wird aufgefordert, einige “Issues” auszuwählen, die einerseits seine Interessen widerspiegeln. Andererseits wird daraus auch ein Profil erstellt, aus dem ausgelesen wird, für welche Zwecke sich ein Nutzer einsetzen möchte. Auf diese Weise werden ihm einige Einrichtungen vorgestellt, die sich für diese Zwecke einsetzen.

Jedes Thema, das man auswählt, hat darüber hinaus eine eigene Seite, der man folgen und sich so über weitere Organisationen informieren kann. Bislang sind rund 3500 gemeinnützige Einrichtungen an Bord. Gefundenen Einrichtungen kann man folgen oder sie auch nach Ortsnähe sortieren und filtern.

Jeder kann darüber hinaus auch ein eigenes Projekt einreichen. Als offene Plattform gibt es jedoch keine Überprüfung über die Seriösität. Wer jedoch über den integrierten Spenden-Button Geld einnehmen möchte, muss durch die IRS überprüft sein (IRS = US-Steuerbehörde).

Hughes glaubt nicht, dass Jumo das so genannte Slacktivism fördert, also den Glauben, mit einem Klick auf einen Like-Button wäre es getan: “Wir können es den Leuten erleichtern, mit den professionellen Gruppen in Kontakt zu kommen, um etwas zu verändern.”


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