Bekommt Kalifornien elektronische Nummernschilder?

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Nummernschilder als mobile Werbeanzeigen – für die Industrie sicher ein Traum, für alle anderen gewöhnungsbedürftig. Ginge es nach der notorisch klammen Regierung Kaliforniens, könnte es jedoch schon bald soweit sein. Ein vorläufiger Gesetzentwurf soll es ihr vorerst erlauben, Untersuchungen anzustellen, inwiefern elektrische Nummernschilder eingeführt werden könnten.

Überlegt wird laut CBS5, während der Fahrt ein Standardkennzeichen anzeigen zu lassen, doch sobald das Auto länger als 4 Sekunden steht, auf eine Werbeanzeige umzustellen. Auch für Notfälle soll sich das Kennzeichen eignen, das automatisch den Standort an Notfallzentralen übermitteln könnte.

Unterstützer denken, dass die Vermietung an Werbetreibende Geld in den klammen Haushalt bringen könnte. Kalifornien sieht sich derzeit mit einem Defizit von 19 Milliarden Dollar konfrontiert. Aus Datenschutzsicht wären diese Nummernschilder sicher hochproblematisch. Der Staat könnte so sehr leicht Bewegungsprofile der Autofahrer speichern. Aufgrund der herrschenden Paranoia vor terroristischen Anschlägen würden hier sicher sehr schnell Begehrlichkeiten angemeldet werden. Auch der Verbund mit der werbetreibenden Industrie wird bei Datenschützern sichern Bauchschmerzen auslösen. Denn auch diese wären sicher daran interessiert, wo und zu welchen Zeiten ihre Anzeigen geschaltet werden.

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