Kampf der Telekom-Drosselung: Online-Petition eingereicht

Martin Maciej

Nach der Ankündigung der Deutschen Telekom, die Geschwindigkeit von Internetzugängen nach dem Erreichen eines vorgegebenen Datenvolumens drosseln zu wollen, erhält Europas größtes Telekommunikationsunternehmen Gegenwind der deutschen Internet-Nutzer. In einer Online-Petition wird nun der Stopp der geplanten Drosselung gefordert.

Ein Düsseldorfer Schüler hat als Resultat der geplanten Datenobergrenze eine Online-Petition auf der Petitions-Plattform Change.org ausgerufen. Mittlerweile haben sich bereits 50.000 Internetnutzer (Stand: 15:41 Uhr, 26.04.2013) gefunden, die sich gegen die Drosselung der Surfgeschwindigkeit im Netz der Deutschen Telekom aussprechen. Als Ziel werden insgesamt 100.000 virtuelle Unterschriften angestrebt.

Bereits 50.000 User sprechen sich in einer Online-Petition gegen die Geschwindigkeitsdrosselung aus

Die Deutsche Telekom möchte die Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses bei Neukunden ab Mai bei Erreichen eines bestimmten Datenvolumens einschränken. Diese Praxis ist bereits jetzt aus Mobilfunkverträgen bekannt. Insbesondere Internetnutzer, die Streamingangebote im Internet nutzen, werden so schnell an die vorgegebenen Datengrenzen gelangen. Im Ergebnis wird die maximale Geschwindigkeit auf 384 kbps beschränkt.

Die Einschränkungen der Surfgeschwindigkeit sind von der Wahl des Telekom-Tarifs abhängig. Anschlüsse von Nutzern, die laut Vertrag mit bis zu 16 MBit/Sekunde surfen, werden ab 75 Gigabyte Datenverkehr gedrosselt, bei schnelleren Verbindungen liegt die Grenze bei 200 Gigabyte bis 400 Gigabyte.

Change.org Drosselung Petition Screenshot

Auf der Petitionsplattform Change.org können sich Nutzer gegen die geplante Drosselung der Telekom aussprechen”

Internet-Nutzer gegen die Deutsche Telekom

Initiiert wurde die Online-Petition vom 18-jährigen Malte Götz, einem Schüler aus Düsseldorf. In einem Interview mit dem WDR sieht er durch die Drosselung die „Netzneutralität in Gefahr“. Derweil verteidigt die Deutsche Telekom ihre Pläne, Internetzugänge künftig drosseln zu wollen. Im Deutschland Radio rechtfertigt Telekom-Sprecher Philipp Blank das Vorhaben: “Auch ein Restaurantbesitzer wird sein ‘All you can eat’-Angebot überdenken müssen, wenn einige Kunden daraus ‘You can eat it all’ machen. Fakt bei uns ist: Drei Prozent der Kunden verursachen mehr als 30 Prozent des Datenvolumens. Das bedeutet für die Kunden: Lieschen Müller subventioniert bisher den Heavy User.”

Bei Change.org handelt es sich mit 25 Millionen Teilnehmern um eine der größten Petitionsplattformen der Welt. Die Anbieter geben dabei weder Thema, noch Ausrichtung der Petitionen vor, sondern bieten lediglich eine Plattform für Internet-Nutzer aus aller Welt, die auf digitalem Wege Missstände ansprechen möchten und gleichdenkende Massen mobilisieren wollen.

Wer einen neuen Vertrag bei der Deutschen Telekom abschließt und von der Geschwindigkeitsregulierung betroffen ist, kann den Datenverkehr mit kostenlosen Tools, z. B. dem NetBalancer, im Auge behalten und unnötigen Datenverkehr durch Einstellungen vermeiden.

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