Kaspersky Lab Report: Veraltete Software birgt Gefahren auf vielen Computern

Martin Maciej

In seinem aktuellen Report zur „Einschätzung der Software-Sicherheitslücken“ zeigt die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab die Update-Müdigkeit vieler Nutzer auf. Veraltete Software weist oftmals ungeschlossene Sicherheitslücken auf und öffnet damit Cyber-Gangstern das Tor für virtuelle Angriffe.

Weiterhin ist laut Kaspersky Lab Report der Anteil gefundener und ausgenutzter Sicherheitslücken 2012 gestiegen.

Ältere Versionen weitverbreiteter Software, z. B. vom Adobe Flash Player, bieten Hackern eine leicht zu knackende Angriffsfläche, um Schadsoftware auf fremden Computern einzuschleusen. Besonders die Laufzeitumgebung Java aus dem Hause Oracle machte in den vergangenen Wochen durch mehrere Schwachstellen negativ auf sich aufmerksam. Erst mit dem gestern veröffentlichten Not-Update konnte eine Sicherheitslücke nach insgesamt sechs Wochen geschlossen werden.

Dabei hat das Update nur Fehler in aktuellen Versionen von Java entfernt. Wer das Java Runtime Environment noch in den Versionen 3 oder 4 auf dem Computer verwendet, bleibt für Angriffe durch Malware über die Ausnutzung der Sicherheitslücken angreifbar. Betreibt man also alte Versionen von Programmen auf seinem PC und verweigert sich konsequent Updates und Aktualisierungen, so setzt man sich bei seinen Besuchen im Netz einem hohen Risiko aus.

132 Millionen Sicherheitsmängel bei elf Millionen Nutzern

Für den Report wurden anonymisierte Daten von elf Millionen Nutzern mit Hilfe des cloud-basierten Kaspersky Security Networks (KSN) analyisiert. Unter diesen Nutzern fanden sich insgesamt 132 Millionen Sicherheitsmängel. Für 70 % der Sicherheitsmängel sind dabei lediglich 37 Schwachstellen verantwortlich. In den Analysen ergab sich z. B., dass auf jedem zehnten Rechner eine veraltete Version vom Adobe Flash Player installiert ist, welche anhand eines eingespielten Schadcodes leichtes Ziel für cyberkriminelle Tätigkeiten darstellt. Eine Version des Adobe Readers aus 2011, welche eine sicherheitsrelevante Schwachstelle aufweist, wurde immer noch auf 13,5 % der untersuchten Systemen gefunden.

Mit Hilfe der Schwachstellen können Hacker private Daten ausspionieren oder Unternehmen sabotieren.

Um den virtuellen Gefahren schnell und einfach aus dem Weg zu gehen, sollte man jegliche Software auf dem Computer stets aktuell halten. Mit zusätzlich eingerichteter Sicherheitssoftware kann die Sicherheit des eigenen Computersystems weiter gesteigert werden. Vyacheslav Zakorzhevsky, Vulnerability Research Experte bei Kaspersky Lab, weist noch einmal ausdrücklich auf die Relevanz von kontinuierlichen Updates installierter Software hin.

Der komplette Report findet sich im Webangebot von Securelist. Bei Kaspersky Lab handelt es sich um ein mehrfach ausgezeichnetes russisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Sicherheitssoftware konzentriert. Insbesondere der Virenscanner ist aufgrund seiner hohen Leistung und Aktualität bei der Erkennung von Viren und Malware bekannt und bei vielen Nutzern beliebtes Werkzeug zum virtuellen Schutz.

Bild: © Gerd Altmann  / pixelio.de

 

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