Kaspersky warnt vor Malware-Angriff auf Skype

Martin Maciej
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Der beliebte Messenger Skype ist aktuell Plattform für eine Malware-Welle. Mit Hilfe eines Links in einer Skype-Nachricht, die auf ein Foto verweisen soll, wird der Computer mit schädlicher Software infiziert. Diese Malware sorgt dafür, dass eine Anwendung auf dem Computer eingeschleust wird, mit welcher Cyberangreifer Bitcoins, eine virtuelle Währung, auf betroffenen Computern generieren. Für den Nutzer bedeutet dies einen starken Leistungseinruch für den eigenen Rechner.

Die Hacker nutzen laut Aussage von Dmitry Bestuzhev, einem Sicherheitsexperten bei Kaspersky, die Social Engineering-Methode aus. Skype-Nutzer erhalten hierbei eine Nachricht und werden aufgefordert, einen Link aus dieser Nachricht aufzurufen. Diese Meldung enthält dabei einen harmlosen Text, z. B. in der Form „tell me what you think of this picture i edited“, sowie einen Link zu einer angeblichen Bilddatei.

Nach einem Versuch, das Foto hinter der Nachricht zu öffnen, wird die Malware auf dem Computer installiert. Die meisten Opfer des aktuellen Skype-Angriffs befinden sich in Italien. Auch polnische, russische und deutsche Nutzer sind betroffen. Ausgeführt werden die Aktionen durch eigens für den Angriff erstellte Skype-Accounts, aber auch mit Hilfe von gestohlenen Logins.

Angriffe durch gewöhnliche Skype-Nachrichten

In erster Linie nutzen die Hacker infizierte Computer für die Produktion von sogenannten Bitcoins aus. Hierbei handelt es sich um eine virtuelle Währung als Alternative zum Online-Bezahldienst PayPal. Dieser Vorgang läuft für den Computer-Besitzer nicht sichtbar ab, jedoch wird der PC stark beansprucht, so dass starke Leistungseinbußen festzustellen sind. Sollten Skype-Nutzer plötzlich eine merkliche Verlangsamung des Rechners feststellen, ist von einer Infizierung durch den Virus ausgehen.

Schutz vor einem Skype-Virus

Um sich selber vor einem Angriff zu schützen, sollten keinesfalls Links aus Nachrichten unbekannter Absender geöffnet werden. Da die Malware jedoch auch in eigenem Namen weitere Nachrichten mit den schadhaften Links versendet, ist es durchaus möglich, dass man solch eine Nachricht von Freunden aus der Kontaktliste erhält. Vor dem Aufruf einer verdächtigen URL sollte man demnach bei dem Absender sicherstellen, ob die Nachricht tatsächlich von ihm ausgeht.

Darüber hinaus sollte selbstverständlich die Firewall, als auch der Antivirenscanner auf dem Computer auf dem neuesten Stand sein. Merkt man einen plötzlichen Einbruch der PC-Performance, sollte zunächst die Internetverbindung am Computer deaktiviert werden und der Computer mit einem Virenscanner, z. B. Avira Free Antivirus auf potentielle Schädlinge untersucht werden.

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