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3D-Konsolen-Revolution: Kinect, 3DS und Move im Vergleich

Isacc Bah
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Der ewige Kampf um die Gunst der spielenden Kundschaft geht in die nächste Runde. Auf der E3-2010 beschreiten die großen Drei im Konsolengeschäft neue Wege, um die steigenden Ansprüche der Gaming-Gemeinde zu erfüllen und der lästigen Konkurrenz eins auszuwischen. Sony und Microsoft steigen mit Verspätung ins Full-Body-Gaming ein, und geben ihren Entwicklungen bewegungsorientierte Namen wie Move (Sony) und Kinect (Microsoft). Nintendo wagt sich dafür an eine Sony-Domäne, den 3D-Effekt, und spendiert gleichzeitig dem etwas in die Jahre gekommenen Handheld Nintendo-DS eine Rundumerneuerung. Und da 3D und DS sich ohnehin das große D teilen, heißt die kleine Wunderkiste nun auch 3DS. Bewegung, dritte Dimension oder vielleicht sogar beides? Ihr entscheidet!

Sony Move: Bewegung in 3D

Nintendo als 3D-Pionier? Nicht so schnell. Auch Sony und Microsoft bieten für die PS3 und die Xbox in Zukunft 3D-Erweiterungen an. Sony ist ohnehin einer der 3D-Vorreiter der Branche, und mit Hilfe von Blu-Ray-Laufwerk und der hauseigenen 3D-Fernseher können sich PS3-Fans auf beste Vorraussetzungen für dreidimensionale Spieleabende freuen. Darüber hinaus schließt sich Sony dem Trend zu mehr Bewegung im Wohnzimmer an. Die PS3-Erweiterung “Move” ist Sonys Antwort auf Nintendos Wii und besteht aus zwei Bewegungscontrollern und der  PlayStation Eye Kamera.

Spielemäßig setzt Sony zum Move-Verkaufsstart auf vor allem auf das bereits erschienene Heavy Rain und Resident Evil 5: Gold Edition. Freuen darf sich die Gaming-Gemeinde aber auch schon auf Killzone 3, und den neuen Titel Sorcery.

Microsoft Kinect: 3D in Bewegung

Sonys ewiger Widersacher Microsoft geht für die Umsetzung der eigenen dreidimensionalen Pläne eine Kooperation mit dem Elektronikkonzern LG ein, der 3D-Fernseher und Laufwerke für die XBox 360 bereitstellen wird. Das Thema Bewegung erhält auf der XBox 360 den Namen “Kinect”. Dahinter verbirgt sich eine Technik, die zuvor unter dem Projektnamen “Natal” erprobt wurde. Dank einer Kombination  aus Kamera, Sensor und Mikrofon erkennt die Konsole den Körper des Spielers und verwandelt ihn in ein Bedienelement – als “Real-Life-Avatar” wird man so selbst zur Spielfigur.

Rund 15 neue Spiele bringt Microsoft zum “Kinect”-Start in die Läden. Die meisten davon werden mehr oder weniger elegant  den Produktnamen im Titel tragen. So gibt es zum Beispiel die Sport-Simulation Kinect-Sport, die stark an Nintendos Wii-Sports angelehnt ist, Kinect-Adventures, ein Jump&Run im Freizeitpark und für die ganz kleinen Gamer kommt Kinectimals, ein virtueller Streichelzoo mit Tamagochi-Faktor.

Nintendo 3DS: Unterwegs mit 3D

Im Hause Nintendo geht man dem direkten Wettstreit mit Sony und Microsoft in diesem Jahr aus Weg. Statt die Wii auf 3D zu trimmen, spendiert Nintendo seinem Handheld-Klassiker DS eine Rundumerneuerung – inklusive 3-Dimensionalität und einem konsequenten neuen Namen: 3DS. Damit katapultiert sich Nintendo einmal mehr in die erste Innovationsreihe, denn der 3DS ermöglicht im Gegensatz zu Sony und Microsoft 3-D-Effekte, die ohne spezielle Brillen erkennbar sind. Und bewegen kann man sich mit dem portablen 3DS natürlich auch.

Zum Launch des 3DS setzt Nintendo auf  einen Klassiker im neuen  Gewand: Kid Icarus Uprising. Etwas später sollen 3D Nintendogs & CatsMario Kart 3D und Metal Gear Solid erscheinen.

Welches Spielzeug am Ende in der Gamer-Gunst vorne liegen wird, entscheidet sich wohl erst in einigen Monaten. Sony hat als vorrausichtlichen Startermin für sein “Move”-Paket den 15. Oktober angekündigt, Microsoft bringt “Kinect” erst im November auf den Markt und Nintendos 3DS wird frühestens Ende 2010 in Japan an die ersten Händler ausgeliefert.

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