Kinect: Microsoft erteilt Sexspielen eine Abfuhr

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Es war abzusehen, dass der Bewegungssensor für Microsofts Xbox 360, Kinect, auch Anbieter von Erotikinhalten anlocken würde. Erste Demos kursieren bereits, Microsoft erteilt eventuellen Lizenzanträgen jedoch von vorn herein eine Absage.

In den 80er Jahren gab es eine Welle von Erotikspielen für den C64 und den Amiga 500, in denen es zumeist galt, mit dem Joystick simple Bewegungen auszuführen, um ans Ziel zu kommen. Man benötigte sehr viel Fantasie, war die Grafik doch noch sehr weit entfernt vom Fotorealilsmus dieser Tage. Man sollte daher meinen, dass es auf heutigen Spieleplattformen wieder vermehrt zu diesem Phänomen kommen müsste. Offenbar ist mit dem Aufkommen der Bewegungssensoren auf dem Konsolenmarkt nun ein erster Schritt getan. Die ersten Anbieter arbeiten nun schon an derlei Spielen.

Schaut man sich die Demo des österreichischen Erotikspielanbieters ThriXXX für ein Xbox 360 Kinect-Spiel einmal an, stellt sich jedoch Ernüchterung ein. Die Präsentation ist (erwartungsgemäß) auf Low Budget-Niveau, die weiblichen Spielfiguren wirken deformierter als Barbiepuppen und verfügen über noch weniger Ausstrahlung als diese. Die Steuerung gestaltet sich immerhin äußerst simpel und damit zielgruppengerecht:

Offensichtlich erwartet selbst der Anbieter nicht, einen größeren Markt erschließen zu können. Dies ist klug gedacht, denn Microsoft selbst ist über diese Art von Spiel überhaupt nicht erfreut. Gegenüber einem Blog der LA Times erteilt der Konzern jeglichen Bemühungen, solch ein Spiel lizenzieren zu wollen, von vorn herein eine Absage:

“Dies ist nicht das erste Beispiel für eine Technologie, die auf Arten genutzt wird, die vom Hersteller so nicht gedacht sind, und es wird auch nicht das letzte sein”, so der Sprecher. “Microsoft hat die Technologie nicht für diese Nutzung authorisiert und lizenziert. Die Xbox ist eine familienfreundliche Unterhaltungskonsole und erlaubt keinen Erwachseneninhalt auf dieser Plattform und stimmt solchen Spielen auch für Kinect nicht zu.”

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