Kino.to-Alternativen: Filme und Serien online schauen – legal und kostenlos

Nachdem die wohl hierzulande bekannteste Spielfilm-Streamingseite kino.to nach einem groß angelegten Polizeieinsatz offline genommen wurde, stellt sich für die täglich rund 100.000 Nutzer die Frage nach Alternativen. Wir haben die wichtigsten Quellen von definitiv legalen Webseiten zusammengestellt, wo man kostenlos Filme online schauen kann.

Eine exakte Kopie von kino.to würde sich wohl auf rechtlich ebenso heiklem Gebiet bewegen. Die legalen Angebote lösen allerdings bisher noch kaum das Bedürfnis der kino.to-Besucher ein: Aktuelle Kinofilme und Serien (die z.T. in Deutschland noch gar nicht angelaufen sind) zu sehen – und das kostenlos. Zum Teil laufen aktuelle Serien schon werbefinanziert im Netz – allerdings nur für Internet-Nutzer in den USA, wo mit hulu.com und Flatrate-Modellen wie Netflix weiter gedacht wird als hierzulande, und auch auf Youtube schon teilweise aktuelle Filme laufen.

Aber ist die Nutzung von Seiten wie kino.to nun legal oder illegal? Wir haben dazu einen Rechtsanwalt befragt, der zu einer differenzierten Einschätzung kommt. Um sicherzugehen, zeigen wir hier die besten legalen Wege, online Filme und Serien zu sehen.

1. Maxdome, Videoload, MSN und Co.

Diverse Online-Videotheken gibt es mittlerweile in Deutschland. Ihr Problem: Die Filme sind meist nicht top-aktuell und werden nicht immer auch in der Originalsprache angeboten, zudem ist das System nicht ganz unkompliziert. Seiten wie Videoload und Maxdome haben auch ein Sortiment an kostenlosen Filmen, unter denen sich neben viel Trash auch einige Perlen verbergen. In einer Übersicht haben wir die wichtigsten Videothek-Webseiten, wo man kostenlos und legal Filme online schauen kann, zusammengestellt. Und auch YouTube hat einen Channel mit Spielfilmen, von dem man von Deutschland aus allerdings auch nur eine recht wilde Sammlung aus 400 Klassikern und B-Movies sehen kann.

2. Mediatheken der Fernsehsender

Die deutschen Fernsehsender holen aber mächtig auf: Die Öffentlich-Rechtlichen zeigen in der Regel ihr Programm zu großen Teilen noch für 7 Tage auch im Internet, als Video-on-Demand. Oft ist nicht ganz nachzuvollziehen, welche Inhalte auch online landen (die Monty-Python-Filme standen etwa in der Arte-Mediathek online, andere Filme nicht sucht man vergebens). Und auch die Privatsender wie Prosieben, Sat1 oder VOX zeigen zumindest ihre Eigenproduktionen auch online in ihren Mediatheken – das sind meist Shows und Serien, seltener abendfüllende Spielfilme, aber ab und zu ist auch Fremdmaterial dabei. Hier haben wir die über 20 Mediatheken (von Arte bis ZDF) übersichtlich verlinkt, es gibt viel zu stöbern.

Mit dem kostenlosen Programm Mediathek lassen sich die Mediathek-Videos der TV-Sender sogar herunterladen.

3. Über Proxy hulu & Co. schauen

Wer etwas Geduld mitbringt, kann auch über einen Proxy ausländische Angebote sehen, die z.B. nur auf IP-Adressen in den USA beschränkt sind. Ein solcher Proxy-Dienst leitet die Anfragen dann über einen Server in den USA weiter, so dass es für die Webseite aussieht, als würde man von dort abrufen. In der Einschätzung von Rechtsanwalt Jens Pauleit verstößt das nicht gegen das Urheberrecht.

Der Umweg über einen weiteren Knoten verlangsamt allerdings den Netzverkehr, daher läuft das Schauen von Videos nicht immer optimal, je nach Proxy-Server und Glück. In einem Artikel haben wir hier vorgestellt, wie man mit Hilfe von Plugins für Firefox und Chrome gesperrte Youtube-Videos abrufen kann. Nach dem gleichen Prinzip kann man dann auch Seiten wie Hulu.com, Indiemoviesonline oder ABC besuchen.

Die Aufregung um die Schließung von kino.to zeigt jedenfalls, wie groß der Bedarf ist für eine brauchbare Online-Lösung für Filme und Serien.

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