Kostenfalle Warteschleife: Einigung in Sicht

Peter Drimal

Nach langer Diskussion rückt eine Gesetzesvorlage zur Abschaffung kostenpflichtiger Warteschleife endlich näher. Verbraucherschutz-Ministerin Aigner und Wirtschaftsminister Brüderle haben sich auf eine entsprechende Regelung geeinigt.

Die bisher gängige Praxis ist Verbraucherschützern schon seit langem ein Dorn im Auge: wer die Service-Nummer eines Unternehmens anruft, landet oft in einer minutenlangen Warteschleife. Für den Anrufer ist dies doppelt ärgerlich, ihn kostet das Warten auf einen freien Mitarbeiter teilweise saftige Gebühren, bei einer Warteschleife von über 20 Minuten kommen gerne Kosten von mehr als 10 Euro auf einen zu.

Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner (CSU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) haben sich nun auf eine Abschaffung dieser Gebühren bei Service-Nummern geeinigt. Wann diese Regelung in Kraft tritt, ist allerdings noch offen.

Bisher scheiterte die Umsetzung vor allem an der schwierigen Umsetzung der Regelung. Die Trennung von Warteschleifen- und Gesprächszeit war technisch in der Vergangenheit nicht möglich, rechtfertigten sich die Unternehmen. Mittlerweile dürfte aber dieses Argument kaum noch Relevanz haben. Bereits vor längerer Zeit hatten sich die Beteiligten Firmen auf eine freiwillige Selbstverpflichtung geeinigt. Die lief Umsetzung allerdings so schleppend, das nun eine staatliche Regelung kommen wird.

Weitere Themen zum Schutz der Verbraucher sind die vorgeschriebene Ansage der anfallenden Gebühren vor Gesprächsbeginn bei Call-By-Call Anbietern, sowie die Zusicherung einer DSL Mindestgeschwindigkeit von Internet-Providern an den Kunden.

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