Ladenbesitzer wollen Spiele mit Steam-Anbindung verbannen

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In Großbritannien haben mindestens zwei große Computerspielhändler angekündigt, keine Spiele mehr zu verkaufen, die eine Steam-Anbindung haben. Auch andere Online-Spielehändler ärgern sich über Steams dominante Stellung auf dem Markt.

Valves Downloadportal für Computerspiele, Steam, gerät aufgrund seiner marktbeherrschenden Stellung zunehmend unter Druck. Wie mcvuk.com berichtet, haben nun mindestens zwei große britische Ladenketten angekündigt, keine Spiele mehr zu verkaufen, die eine Steam-Anbindung haben.

Auch im Laden gekaufte Spiele lassen sich oft mit Steam verknüpfen, um zum Beispiel das dortige Achievement-System nutzen zu können. Da nun aber einige Händler eigene Online-Plattformen eröffnen möchten, stehen sie in direkter Konkurrenz zu Steam. Darüber hinaus befürchten sie, dass Kunden, die auf diese Weise mit Steam in Verbdindung kommen, in Zukunft auch dort ihre Spiele kaufen.

Doch nicht nur reguläre Läden halten wenig von Steam. Mittlerweile gehen laut mvcuk rund 80 Prozent aller online gekauften Spiele über Valves virtuellen Ladentisch. Andere Digitalhändler hätten so keine Chance mehr, ebenfalls zu überleben. Zwei nicht näher genannte Downloadplattformen sollen demnach schon in finanziellen Schwierigkeiten stecken.

David Perry, Chef des Game Advertising-Unternehmens Gaikai, befürchtet, dass sich Steam zum iTunes für Spiele entwickeln könnte. Im Musikbereich ist iTunes so marktbeherrschend, dass es die Konditionen an den Kundenbedürfnissen vorbei entscheiden könne.

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