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Lettischer Hacker "Neo" knackt Finanzamt. Lettlands neuer Robin Hood

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Der lettische Hacker “Neo” hat im Frühjahr 2010 durch ein Sicherheitsleck Steuerdaten des Finanzamts kopiert und veröffentlicht. Er hat sich jetzt öffentlich zu der Tat bekannt. Seine Begründung: Die unsauberen Machenschaften zwischen Regierung und in der Finanzkrise geretteten Unternehmen aufzudecken. Hohe Manager haben sich nämlich vom Sparkurs der Regierung ausgenommen.

Im bürgerlichen Leben heißt "Neo" Ilmars Poikans, ist 31 Jahre alt und Mathematik-Forschungsstudent. Wie der ORF berichtet habe sein Anwalt Aleksejs Loskutovs gegenüber Journalisten verkündet, „sein Mandant bekenne sich dazu, die Daten im Interesse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu haben. Ob es sich dabei um eine illegale Tätigkeit gehandelt habe, sei aber erst festzustellen.“

Konkret hat "Neo" Details zum Gebahren verschiedener Manager public gemacht: So soll sich das Top-Management einer Bank, die vom Staat eine kräftige Finanzspritze zu ihrer Sanierung erhielt, nicht der vereinbarten Gehaltskürzung unterzogen haben. Andere Unternehmen, die ebenfalls finanzielle Zuwendungen aufgrund der wirtschaftlichen Lage erfahren haben, haben heimlich Dividenden ausgeschüttet.

Die Angelegenheit wächst sich zu einer internationalen Krise aus, denn die Kreditvergabe an lettische Unternehmen liegt in den Händen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU. Bedingung für die Gewährung der milliardenschweren Kredite an die Regierung: ein rigider Sparkurs.

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