LG E900 Optimus 7 Test: Eine Woche mit LGs Phone 7-Smartphone

Holger Blessenohl
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LG E900 Optimus 7
Den meisten Menschen ist es vermutlich erst beim Deal zwischen Nokia und Microsoft so richtig klar geworden. Ja, auch Microsoft besitzt ein Betriebssystem für Touchscreen-Smartphones. Es heißt Windows Phone 7 und ist seit Oktober 2010 erhältlich. Bis die ersten Nokias mit Phone 7 erscheinen könnte allerdings gut noch ein Jahr vergehen. Zum Glück gibt es Smartphones mit Windows-System auch bei anderen Herstellern. Wir wollen in den nächsten Wochen die zwei Modelle von HTC und LG vorstellen. Den Anfang macht jetzt das LG E900 Optimus 7, das eine Woche lang mein Smartphone war, Shus Testbericht über seine Woche mit dem HTC 7 Pro folgt gleich nach.

Design und Handling

LG Optimus 7 Design
Aber schalten wir das Optimus 7 erst mal noch nicht ein, sondern betrachten wir einfach nur das Gehäuse. LG ist bekannt für gutes Design, und das Optimus 7 ist auch für LGs Maßstab eine Schönheit. Die Glasfläche des 3,8“ großen Touchscreens wird nur unten und oben von asynchron gebogenen schwarzen Kunststoffflächen eingerahmt und nimmt fast die gesamte Frontfläche ein. Unterhalb des Displays sind für die Bedienung des Phone 7-Systems drei silberne Applikationen direkt auf die Bedienfläche aus einem Guss appliziert wurden, die bereits auf leichten Druck gehorsam reagieren. Dreht man das Optimus 7 herum, bleibt einem angesichts des grauen Metallrückens mit dem futuristisch anmutenden Kameraobjektiv kurz der Atem stehen. Von der Seite betrachtet wirkt das nur 1,15 cm dünne Smartphone sehr schlank. Alle weiteren notwendigen Tasten wurden an den Seiten angebracht. Oben befindet sich der An-/Aus-Schalter und ein 3,5 mm Klinkenanschluss für das Headset, links der Lautstärkeregler und rechts hinter einer Abdeckung der micro-USB-Port für Ladegerät und Datenübertragungskabel sowie die Auslösetaste für die Kamera. Das Datenkabel wird dabei zum Ladekabel „umgebaut“, indem man den USB-Stecker mit dem mitgelieferten Stromstecker verbindet. Mit 158 g fühlt sich das Optimus 7 wegen des Metallgehäuses angenehm schwer an und im Gegensatz zu anderen Geräten mit Touchscreen ist das LG-Smartphone sogar vergleichsweise fettresistent. Lediglich auf dem Display selbst sind nach längerem Gebrauch Fettabdrücke zu sehen, aber auch hier weniger als man es von anderen Geräten gewohnt ist.

Der erste Start

LG Optimus 7 Screen
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Feststellung vom neuen Nokia-Boss Stephen Elop, dass es bei den Smartphones weniger um Geräte als um Ökosysteme ginge. Wer sich also bisher wunderte, dass man das iPhone seltsamerweise nur über iTunes nutzen kann und bei Google zum Einrichten eines Google-Kontos wenn nicht gezwungen so doch genötigt wird, kann dieses Prinzip nun auch bei Microsofts Windows Phone 7 erleben. Gleich bei der Einrichtung muss man seinen Hotmail- oder Live-Account angeben bzw. neu einrichten, falls noch nicht vorhanden. Ohne einen solchen Zugang gibt es nämlich weder System-Updates noch einen Zugang zum Marketplace. Damit nicht genug, wird man anschließend auch noch gezwungen auf dem PC Zune zu installieren. Das Optimus 7 wird nämlich nicht wie jedes Android-Phone als USB-Speicher erkannt, ohne Zune kann man also keine Daten wie Bilder, Musik oder Videos austauschen. Schlecht für Linux-User wie mich, denn Zune für Linux gibt es nicht. Auch Mac-User haben dieses Problem, aber hier hat Microsoft mit dem Windows Phone 7 Connector for Mac eine Lösung geschaffen. Zum Glück habe ich auf meinem Laptop Windows installiert, sonst hätte ich den Test hier abbrechen können. Nach der Installation können dann aber über Microsofts Zune-Software relativ einfach Daten verschoben werden, zumindest solange man nur die dafür von Windows vorgesehenen Systemordner nutzt.

Der Homescreen von Windows Phone 7

LG Optimus 7 Homescreen
Nach dem Start begrüßt einen der Home-Screen. Wer hier allerdings ein tolle Hintergrund-Landschaft wie bei Android oder wenigstens einen etwas interessanteren Hintergrund wie das graue Tropfenbild bei iOS erwartet, wird erstaunt sein ob der dicken roten Quadrate auf dem Home-Screen von Windows Phone 7. Ist das Retro? Mit einem Wischen nach rechts gelangt man auf einen zweiten Screen, auf dem alle installierten Anwendungen alphabetisch sortiert von oben nach unten aufgelistet werden. Auch was die Individualisierbarkeit des Homescreens angeht, hinkt Phone 7 weit hinterher. Ich kann lediglich zwischen einem dunklen oder hellen Hintergrund (Im Klartext: Schwarz oder Weiß) sowie zwischen 10 Akzentfarben für die Buttons wählen. Zumindest sind die Hauptfunktionen des Smartphones so schnell zugänglich. Um weitere Anwendungen aus dem zweiten Screen auf den Hauptscreen zu ziehen muss man so lange mit dem Finger auf die Anwendung drücken, bis sich ein Auswahlmenü öffnet. Hier klickt man einfach auf „Auf Startseite“ und schon erscheint das Icon dort, und zwar immer ganz unten. Zum Verschieben muss man nun wieder auf das Quadrat klicken, bis es sich etwas verschiebt und in der Ecke rechts oben eine kleine Stecknadel angezeigt wird. Jetzt kann man das Icon an die gewünschte Stelle verschieben. Vorsicht: Nicht auf die Stecknadel klicken, damit entfernt man das Icon wieder aus dem Home-Screen, sondern einfach irgendwo daneben, dann sortiert sich das Icon ein.

Unterschiede WP7 zu Android

Nach dem Start hat ist man dann im Ökosystem von Windows angekommen. Das heißt die Suchmaschine heißt jetzt Bing und nicht mehr Google, das Haupt-Mailkonto ist von Hotmail oder Live und als Browser wird der Internet Explorer statt des Google Chrome verwendet. Für mich erst einmal kein Problem. Dumm nur, dass ich meine Kontakte bei Google Mail organisiert habe. Also richte ich mir in den Einstellungen unter „E-Mail-Konten & andere“ als zweite Email-Adresse meinen Googlemail-Account ein. Dort kann ich dann auch gleich festlegen, was ich mit meinem Smartphone synchronisieren möchte. In meinem Fall sind das die Emails, der Kalender und natürlich die Kontakte. Danach dauert es eine ganze Zeit lang, bis das Optimus 7 alle Daten synchronisiert hat, aber schließlich habe ich alle Kontakte auf meinem Smartphone. Etwas seltsam sind die Ein-/Aus-Schalter in den Einstellungen. Dabei muss man den virtuellen Schiebeschalter rechts auf die andere Seite schieben, um bestimmte Funktionen ein- bzw. auszuschalten.

Telefonieren per Voice-to-Text

LG Optimus 7 Assassins Creed
Dafür geht das Telefonieren vergleichsweise einfach. Einfach auf die Windows-Taste unten auf der Frontseite klicken und dann „Ruf XY an“ ins Smartphone sprechen, schon wird der betreffende Kontakt angerufen. Nur wer sich nicht mehr an den genauen Namen erinnern kann, unter dem er den Kontakt gespeichert hat, muss ins Kontakte-Menü. Häufig genutzte Kontakte kann man sich auch als Icon auf die Startseite legen lassen. Die Spracherkennung funktioniert sehr gut, beim Telefonieren habe ich die Stimme meines Gegenübers teilweise allerdings als etwas zu laut und blechern empfunden. Über den Lautstärkeregler konnte ich die Lautstärke leider auch nicht anpassen. Wer sich etwas blöd dabei vorkommt, in der U-Bahn „Ruf Mama an“ in sein Smartphone zu sprechen, kann sich natürlich auch ganz klassisch durch seine gespeicherten Kontakte klicken oder – noch klassischer – die Wähltasten nutzen.

Der WP7-Marketplace

Ganz klar, Smartphones leben von den Apps. Und auch da muss man von Microsoft einen Store erwarten können, der mit den bekannten App Stores von Apple und Android konkurrieren kann. Die gute Nachricht: Der Windows Phone 7 App Store hat gerade eben nach nur viereinhalb Monaten die magische Schwelle von 10.000 Apps überschritten (und ist damit deutlich schneller gestartet als Android und sogar als Apples Market). Beim Herumstöbern im Marketplace erwies sich dann schnell, dass bei 10.000 Apps natürlich für alle Anwendungsfälle irgendeine und fast immer auch mehrere Apps zur Auswahl stehen. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von Kritikpunkten. Da ist zunächst einmal Microsofts Politik, statt der kostenlosen Lite-Versionen, die bei der Konkurrenz eingesetzt werden und meistens schon völlig ausreichende Funktionalität bieten auf Demo-Versionen zu setzen, die entweder zeitlich beschränkt sind oder doch sehr funktionsbeschränkt. Das führt dazu, dass praktisch alle Apps, die halbwegs interessant sind, Geld kosten. Zudem sind sie, wie einige Stichproben ergaben, häufig auch noch teurer als bei der Android-Konkurrenz.

Apps für WP7

LG Optimus 7 Front
Auch was die praktische Anwendung angeht, war ich mit den Apps nicht immer zufrieden. So gibt es zwar mit ScanSearch sogar eine Augmented Reality-App, die sehr genau meine Position bestimmt, dann werden mir als POI aber nur Restaurants, Hotels, Bars, Banken und weitere kommerzielle Dienstleister angeboten. Verglichen mit einer vorbildlichen Android-App wie Wikitude, die mir überall die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Nähe anzeigt und alles andere auf Wunsch auch noch, ist ScanSearch eine riesige Enttäuschung, die außer für die Restaurant- und Geldautomatensuche auch keine praktische Anwendung im Urlaub hat. Und dann fielen mir auch noch seltsame Download-Probleme auf, wenn ich auf den Market zugreifen wollte. Das war zunächst gar nicht möglich, bis ich mich in meinem Hotmail/Live-Konto eingeloggt hatte, aber auch dann brachen Downloads vor allem im 3G-Netz immer mal wieder ab oder starteten erst gar nicht, wozu es kryptische Fehlermeldungen gab. Je länger ich das Smartphone in Betrieb hatte, desto besser funktionierte die Installation von Apps dann aber. Für Androiden verwirrend ist auch die Deinstallation von Apps, obwohl Microsoft hier eine schönere und schnellere Lösung gefunden hat: Einfach auf der Startseite so lange auf die Anwendung klicken, bis sich das Kontextmenü öffnet. Da findet sich dann als zweiter Menüpunkt die Funktion „Deinstallieren“. Danach muss man dann noch bestätigen, dass man die Anwendung wirklich deinstallieren will. Einen Grund dafür muss man aber nicht wie bei Google angeben.

Der MP3- und Video-Player

Eine der Stärken des E900 Optimus 7 ist sicherlich der MP3-Player. Die beiliegenden InEar-Phones habe ich nicht verwendet, sondern gleich meine eigenen. Damit klang die Musik genau so, wie sie klingen soll. Bei der Bedienung habe ich mir etwas mehr Komfort und Auswahlmöglichkeiten gewünscht, aber das ist bei anderen Smartphone-Betriebssystemen nicht anders. Auch als Videoplayer machte das Optimus 7 einen guten Eindruck, auf dem nur 3,8 Zoll großen Display verteilen sich 800 x 480 Pixel und sorgen für ein gestochen scharfes Bild, der mit 1 GHz getaktete Prozessor hatte keinerlei Schwierigkeiten Videos schnell zu starten und flüssig abzuspielen. Über den Zune-Marketplace kann man auch neue Musik und Videos kaufen, das habe ich aber nicht ausgetestet. Schwierig ist es, erst einmal Musik und Videos auf anderem Wege auf das Smartphone zu bekommen, da der PC wie oben geschildert das Optimus 7 nicht als USB-Speicher erkennen kann. Hier ist die Zune-Software tatsächlich die einzige Lösung, mit der funktioniert es dann aber problemlos.

Stark für Gamer: Xbox Live

LG E900 Optimus 7 Assassins Creed
Gaming möchte Microsoft offensichtlich als Alleinstellungsmerkmal besonders stark ausbauen. Dafür ist auf dem Phone 7 Xbox Live vorinstalliert. Über den Marketplace lassen sich eine ganze Reihe von (überwiegend kostenpflichtigen) Spielen runterladen. Ich habe Fruit Ninja, Tiki Towers und das ressourcenhungrige Assassin's Creed angespielt (jeweils Trial-Versionen). Alle Spiele konnten schnell gestartet werden und im Gaming konnte der 1 GHz-Prozessor zeigen, was er kann. Ich hatte auch bei Assassin's Creed nicht den Eindruck, dass bei der Leistung das Ende der Fahnenstange schon erreicht wäre. Für Xbox-Fans, die das eine oder andere Lieblings-Spiel auch unterwegs auf dem Handheld mal gamen wollen, ist das Optimus 7 von daher ein echter Tipp.

Licht und Schatten: Die Kamera

Hegels Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof
Was das Fotografieren angeht, zeigte die 5 MP-Kamera des Optimus 7 Licht und Schatten, letzteres leider mehr. Das Fotografieren selbst ist jederzeit schnell möglich, auch ohne erst die entsprechende Anwendung aufzurufen. Einfach auf den Kamera-Auslöser drücken, dann startet die Kamera automatisch. Manchmal stört das allerdings auch, wenn man aus Versehen auf die Kamerataste kommt. Die Innenaufnahmen gelangen passabel, insbesondere mit schwierigen Lichtverhältnissen bei gemischtem Kunst- und Fensterlicht kam der Sensor erfreulich gut zurecht, dafür hatten die meisten Bilder eine leichte Unschärfe, Personen in Bewegung wurden dann endgültig unscharf. Die Kamera bietet sogar einen kleinen Digital-Zoom, der recht ruckartig in drei Zoomstufen über den Plus-Schalter aktiviert wird. Von der Nutzung des Zooms kann ich aber nur abraten, alle gezoomten Bilder waren völlig unscharf.

Bei den Außenaufnahmen auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof wurde der Himmel trotz guten Wetters ausgefressen, insgesamt ist ein Hang zur leichten Überbelichtung erkennbar. Als Beispielbild ein Foto von der Begräbnisstätte Hegels. Besonders problematisch waren aber ein paar Aufnahmen im Hamburger Hafen, die sehr kontrastreich waren. Hier zeigten sich an den Übergängen extreme chromatische Aberrationen, die alle Hausdächer an den Übergängen grell mintgrün einfärbten. Ob dies ein einmaliger Objektivfehler meines Testgerätes ist oder die gesamte Optimus 7-Marge betrifft, konnten wir mit nur einem Gerät nicht klären. Ich empfehle Neukunden daher in den ersten zwei Wochen vor allem kontrastreiche Motive auszuwählen und auf Farbverfälschungen an den kontrastreichen Übergängen zu achten. Die Videofunktion machte einen etwas besseren Eindruck, das 720p HD-Video filmte Bilder und Ton klar und scharf, kam jetzt aber mit den Lichtverhältnissen in unserem Büro deutlich schlechter zurecht und war die meiste Zeit zu dunkel. Bei einfachen Lichtverhältnissen gelangen aber gute Film-Aufnahmen.

Bing Maps: Wie gut ist die WP7-Navigation

In der Navigation ist Google derzeit mit Google Maps eine Autorität, die sogar den alteingesessenen Navi-Unternehmen graue Haare bereitet. Gegen einen solchen Gegner zu unterliegen, ist keine Schande. Dennoch kann die Microsoft-Navigation zumindest hier in Berlin durchaus mithalten. Bei der Suche des besten Weges für Fußgänger von meinem Büro nach Hause hat Bing Maps sogar die Nase vorn, weil es einige Fußpfade kennt, die Google Maps noch nicht auf dem Schirm hat. Auch was die Hardware angeht, ist das E900 Optimus 7 eine gute Wahl. Der A-GPS-Sensor zeigt meinen Standort selbst im Gebäude metergenau an. Vermisst habe ich die Sprachsteuerung von Google Maps und die 3D-Ansicht. Auch Live-View gibt es bei Bing Maps natürlich nicht, aber immerhin Luftbild-Aufnahmen. Es bleibt abzuwarten, wie gut Microsoft Ovi Maps von Nokia in die eigene Navi-Lösung integrieren wird. Derzeit ist Googles Navigation sicherlich noch vorne, aber die bessere Fußweg-Route zeigt, dass Microsoft auch schon Stärken entwickeln konnte und nicht überall hinterherhechelt.

2 Dinge, die mir gefallen haben: Voice-to-Text und LG-Support

LG Optimus 7 Back
Zum Schluss möchte ich noch zwei Dinge hervorheben, die mir besonders gut gefallen haben. Das ist zum einen die Voice-to-Text genannte Sprachsteuerung, mit der sich sowohl Anwendungen mit Anweisungen wie „Starte Browser“ starten lassen, andererseits aber auch Anrufe mit klaren Anweisungen wie „Rufe Max Müller an“ einleiten lassen. Meine Befehle wurden vom System nach kurzer gegenseitiger Eingewöhnungszeit (nicht jede Wortkombination funktioniert!) gut erkannt und umgesetzt. Schade, dass es in den Anwendungen selbst dann nicht mehr weitergeht mit der Sprachsteuerung. Zum Starten von Voice-to-Text muss man nur so lange auf die mittlere Windows-Taste drücken, bis sich das „Zuhören“-Menü öffnet. Leider funktioniert das nicht bei gesperrtem Display, also erst das Optimus 7 einschalten und das Bild der Display-Sperre nach oben schieben. Und es funktioniert auch wirklich nur auf der Startseite. Der Versuch, über Voice-to-Text einen einzigen Satz in die Notes-Funktion zu diktieren, schlug immer wieder fehl. Die zweite sehr positive Erfahrung betrifft den LG-Chat-Support, den ich einmal in Anspruch nehmen musste, weil ich mit einem Problem nicht weiterkam. Der Chat-Support hat mir, obwohl ich zur schlimmsten Mittagszeit angepingt habe, innerhalb von zwei Minuten geantwortet und schnell helfen können.

Fazit: Schickes Edel-Handy, leider nicht sehr anschlussfreudig

LG Optimus 7 Gaming
Das LG E900 Optimus 7 zeigt die aktuelle Stärke des koreanischen Herstellers LG Electronics in der Handy-Sparte. Auch mit dem Phone 7 Betriebssystem kam ich nach kurzer Einarbeitungszeit von Android kommend gut klar. Bis zum Schluss verwirrend fand ich nur das Fehlen der von Android her bekannten Menü-Taste mit Einstellungen bzw. weitergehenden Funktionen. Das Windows-eigene Design der Startseite mit großen roten Quadraten habe ich anfangs als schrecklich empfunden, mich dann aber doch daran gewöhnen können. Wirklich störend fand ich hingegen die fehlende Möglichkeit, mein Optimus 7 einfach mit dem USB-Kabel als USB-Speicher an den PC anschließen zu können. Dass Dateien nur über eine propieträre Software wie Zune übertragen werden können, ist für mich ein Ausschlussgrund für ein Betriebssystem. Das macht die Tatsache, dass Apple es mit iTunes nicht anders macht, auch nicht besser. Die fehlende Möglichkeit, meinen Speicher mit micro-SD-Karten aufzurüsten, ist ebenfalls alles andere als nutzerfreundlich.

Das LG E900 Optimus 7 ist für alle, die sich grundsätzlich mit dem etwas minimalistischen Design und dem bislang noch deutlich schwächer besetzten App Store von Windows Phone 7 anfreunden können, eine gute Wahl. Auch Gamer, die mit ihrem Smartphone Xbox-Spiele von Microsoft Xbox Live spielen wollen, können mit dem Optimus 7 glücklich werden. Mit dem LG Chat-Support steht zudem ein kompetenter und schneller Service zur Verfügung, ansonsten kann bei Problemen windows-smartphones.de als gutes deutsches Phone 7-Forum besucht werden. Auch der Preis steht einem Kauf des Edel-Handys inzwischen nicht mehr entgegen. Das ursprünglich mit einer UVP von 529,- € gestartete Smartphone ist schon nach wenigen Monaten bei Straßenpreisen von deutlich unter 400 Euro angekommen. Einen ganz heißen Tipp gibt es für alle, denen ein Vodafone-Branding nichts ausmacht. Ein Amazon-Händler bietet dort das

gerade für schlappe 249,- € an. Hier gilt natürlich: First come, first serve.

Pro: Design, Verarbeitung, MP3- und Videoplayer, Gaming, LG-Support, Sprachsteuerung
Contra: Kamera, Apps, kein USB-Speicher, kein Micro-SD

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