LG Optimus auf der CeBIT: 3D-Smartphone und -Tablet

Holger Blessenohl
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LG Optimus 3D
2011 könnte das große Jahr von LG werden. Mit den neuen Optimus-Smartphones auf Android-Basis hat sich LG ganz weit nach vorne in der Smartphone-Leistungsliga geschossen. Vor allem das Optimus Speed und das Optimus 3D haben schon auf dem MWC für Aufsehen gesorgt. Wir haben uns auf der CeBIT von Herrn Heidemann LGs 3D-Geräte zeigen lassen.

Meine erste Frage an Herrn Heidemann bezog sich allerdings noch auf LGs erstes Smartphone mit Windows Phone 7 Betriebssystem, das ich gerade im Test habe (Testbericht zum LG Optimus 7 bald an dieser Stelle). Ich wollte wissen, ob LG trotz der engen Partnerschaft zwischen Microsoft und Nokia zukünftig noch Smartphones mit Phone 7 bauen wird. Das wurde von Herrn Heidemann grundsätzlich bejaht. LG befürworte in jedem Fall die Konkurrenz eines weiteren Betriebssystems und werde dieses auch einsetzen, solange Microsoft dies sinnvoll möglich mache. Dann ging es aber zu Android.

Optimus 3D
Das Thema 3D ist bei den Mobilgeräten angekommen. Nachdem 2010 über 3D im Kino und am Fernseher diskutiert wurde, hat Nintendo mit dem Launch des 3DS das Thema brilleloses 3D bekannt gemacht. LG ist überzeugt davon, dass 3D ein großes Thema wird, erzählt Herr Heidemann, wobei sich seiner Meinung nach auf lange Sicht die brillelose 3D-Technologie durchsetzen wird.

LG selbst ist das beste Beispiel für die derzeit noch gespaltene Entwicklung. Während beim Smartphone Optimus 3D wie beim Nintendo-Handheld das brillenlose Verfahren Anwendung findet, sodass man jederzeit den Effekt nutzen kann, wird auf LGs erstem Android-Tablet Optimus Pad das anaglyphische Verfahren eingesetzt. D.h. ich kann mit dem Pad zwar 3D-Videos aufzeichnen, um diese anzusehen, müssen sie aber auf einen 3D-fähigen Monitor oder –Fernseher übertragen werden und können dort dann auch nur mit einer geeigneten Brille gesehen werden.

Optimus Pad
In beiden Geräten arbeiten leistungsfähige Dualcore-Prozessoren, im Smartphone Optimus Pad der vom Optimus Speed her bereits bekannte Nvidia Tegra 2-Prozessor, im Optimus 3D ein OMAP 4-Prozessor von Texas Instruments. Der Omap4 hat bei Vollauslastung einen viermal höheren Stromverbrauch als ein normaler Singlecore, was sich in der Praxis aber energieverbrauchssenkend auswirken soll, da der 2. Kern nur bei Bedarf zugeschaltet wird. Die Leistung des Dualcore-Prozessors ist beeindruckend. Beim versuchsweise wilden und schnellen Rauf- und Runterscrollen mit einem Finger, einem echten Stresstest für den Prozessor, blieb das Menü an meinem Finger kleben, als sei es an meiner Fingerspitze festgenagelt.

Um selbst erstellte 3D-Inhalte weiter zu verbreiten, hat LG eine Kooperation mit YouTube verkündet. Dort können User im neuen 3D-Channel eigene 3D-Videos ihres Optimus 3D hoch- oder fremde 3D-Videos runterladen. Beim Test war der 3D-Effekt im Optimus 3D klar zu erkennen, wenn auch meinem Empfinden nach beim Schwenken nicht völlig flimmerfrei. Wie beim Nintendo 3DS kann auch bei LGs Optimus 3D die dreidimensionale Sicht wieder auf 2D umgeschaltet werden. Der 3D-Effekt des Optimus Pad konnte wegen des fehlenden 3D-Monitors im Hands-on nicht getestet werden.

Das LG P920 Optimus 3D soll ab 2. Quartal für 599,- € in die Läden kommen, das LG Optimus Pad im Mai für 899,- €.

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