Massiver Internetangriff beeinträchtigt das weltweite Internet

Martin Maciej

Die Anti-Spam Organisation Spamhaus ist Opfer einer groß angelegten Cyberattacke geworden, die den Datenverkehr auf der gesamten Welt beeinträchtigt hat. Durch das zuvor noch nie erlebte Ausmaß der DDos-Attacken wurde nicht nur das Angebot von Spamhaus, sondern Webseiten auf der ganzen Welt beeinträchtigt.

Ziel der Angriffe, die ihre Anfänge am 19. März 2013 hatten, war die niederländische Organisation Spamhaus. Diese setzt sich seit Jahren für die Bekämpfung von lästigem Spam, z. B. in E-Mails, ein. So erstellt die Anti-Spam-Gruppe regelmäßig schwarze Listen, mit welchen Internetanbieter Urheber von Spam-Nachrichten identifizieren und herausfiltern können. Die Attacken begannen, als Spamhaus den niederländischen Webhoster Cyberbunker auf die Blacklist gesetzt hat. Mit Cyberbunker ist es Kunden möglich, sich anonym durch das Internet zu bewegen und Dienste aller Art auszuführen. Lediglich Kinderpornographie, sowie terroristische Aktionen werden bei Cyberbunker nicht toleriert. Nachdem der Anbieter Cyberbunker auf die schwarze Liste von Spamhaus gesetzt wurde, war es Kunden von Cyberbunker kaum noch möglich E-Mails zu versenden, ohne dass diese bei ihrer Ankunft als Spam identifiziert wurden.

Cyberattacken noch nie gesehenen Ausmaßes

Nach Aussage der BBC handelt es sich bei der kürzlich durchgeführten Cyberattacke um die bisher „größte in der Geschichte des World Wide Web“. Bei den Hackeraktivitäten handelte es sich um einen sogenannten Distributed-Denial-Of-Service-Angriff (DDos). Hierbei werden durch die virtuellen Angreifer Unmengen von Anfragen auf die Server des Opfers gerichtet, um diese außer Gefecht zu setzen.  Diese DDos-Anfragen richteten sich in diesem Fall gegen die DNS-Server von Spamhaus, mit welchen Domain-Namen in IP-Adressen umgewandelt werden. Zwar konnte Spamhaus dank des umfangreich ausgebauten DNS-Server-Systems ihr Angebot online halten, durch die massiven Datenanfragen sei jedoch der Internetverkehr auf der gesamten Welt betroffen gewesen. In der Folge konnte eine Vielzahl von Webseiten vorübergehend schlecht oder gar nicht aufgerufen werden.

Das Spamhaus-Projekt setzt sich für ein spamfreies Internet ein (Quelle: www.spamhaus.org Screenshot)

Das Spamhaus-Projekt setzt sich für ein spamfreies Internet ein (Quelle: www.spamhaus.org)

Viele Webangebote im Internet durch Cyber-Angriff beeinträchtigt

Durch den Angriff seien nicht nur die Server von Spamhaus betroffen, sondern der weltweite Internetverkehr. So berichteten viele Nutzer, Probleme beim Aufrufen des Webangebots von Netflix zu haben. Bei Netflix handelt es sich um ein Video-On-Demand-Angebot. Bei den Angriffen sollen zudem russische und chinesische Hacker mitgewirkt haben.

Der Kopf von Cyberbunker, Sven Olaf Kamphuis rechtfertigt die Attacken damit, dass Spamhaus seine Stellung im Netz missbrauche. Nach seiner Aussage habe „niemand das Recht zu bestimmen, was im Internet erlaubt ist und was nicht.“

Um seinen eigenen Computer vor schadhaften Inhalten aus Spam-Mails zu schützen und nicht selber Opfer einer Cyberattacke zu werden, sollte man einen funktionstüchtigen Virenscanner auf dem Computer einrichten und diesen durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand halten. Dabei muss nicht tief in die Tasche gegriffen werden, schließlich existieren mehrere kostenlose Antivirenprogramme auf dem Softwaremarkt, wie z. B. die weit verbreiteten Avira Free Antivirus oder avast!Free Antivirus.

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