Microsoft patentiert GPU-beschleunigtes Video-Encoding

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Dass Microsoft viel von GPU-unterstützten Prozessen hält, weiß jeder, der die Entwicklung des Internet Explorer 9 verfolgt. Die Möglichkeit, dank HTML5 die Anzeige von Webseiten mit GPU-Power zu beschleunigen, wird stets in den Mittelpunkt gestellt. Und auch die Chiphersteller Intel und AMD arbeiten seit einiger Zeit verstärkt daran, die bis vor einiger Zeit stets getrennten Bereiche CPU und GPU künftig miteinander zu verschmelzen. Der Grafikprozessor wird also in Zukunft nicht nur im Spielesektor eine große Rolle spielen.

Nicht ohne Grund also hat sich Microsoft nun in diesem Bereich ein wichtiges Patent gesichert. Bereits im Oktober 2004 hat der Konzern die Idee angemeldet, verschiedene Fähigkeiten eines Grafikprozessors zur Erstellung von Videos zu nutzen. Dazu gehören Basisfunktionen wie die Nutzung des Depth Buffers, die Bestimmung der Kompression, Frame Processing mittel GPU oder die Weiterleitung der Ergebnisse an den Hauptprozessor. Kurz: an Microsoft führt bei der GPU-unterstüzten Videobearbeitung kaum ein Weg vorbei.

Microsoft hat sich schon zuvor mit GPU-Videoencoding beschäftigt. Anlagen dazu sind schon seit Direct X 10 vorhanden. Wie streng Microsoft in Zukunft die Patente durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Elemental beispielsweise hat mit Badaboom schon seit einiger Zeit eine entsprechende Software im Angebot, die nun gegen dieses Patent verstoßen könnte.

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