Microsoft vergibt halbe Millionen Softwarelizenzen an NGOs

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Vor einigen Wochen musste sich Microsoft den Vorwurf gefallen lassen, als Werkzeug zur Durchsetzung politischer Interessen benutzt worden zu sein. In Russland etwa wurden Büros mehrerer oppositioneller Gruppierungen unter dem Vorwand durchsucht, illegal beschaffte Programme von Microsoft zu nutzen. Lokale Juristen von Microsoft hatten Kenntnis von dieser Aktion. Der dadurch entstandene Druck auf das Unternehmen veranlasste Microsoft, Nichtregierungsorganisationen mit kostenlosen Lizenzen zu versorgen.

Die “NGO Software License” genannte Aktion wird laut New York Times nun ausgeweitet. Auch in den Ländern Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan China und Vietnam können sich NGOs um Gratislizenzen für Microsoft-Programme bemühen. Insgesamt sollen vorerst 500.000 Lizenzen vergeben werden, das Angebot soll aber später auf andere Länder ausgedehnt werden.

Microsoft hatte zuvor eingeräumt, bei der Zusammenarbeit mit den russischen Behörden falsch gehandelt zu haben. Man unterstütze zwar die Jagd auf Raubkopien, jedoch lediglich, um diese zu unterbinden. Andere Zwecke dürften damit nicht verfolgt werden. Microsoft-Sprecheren Nancy J. Anderson: “Durch die Bedingungen unser neuen NGO-Lizenz haben wir definitiv keine Ansprüche gegenüber Nichtregierungsorganisationen und werden auch keine Ansprüche geltend machen.”

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