My Opera Mail: Opera stellt eigenen Email-Dienst vor

commander@giga

Ohne viel Aufhebens oder große Vorankündigung hat der norwegische Browser-Entwickler seinen eigenen Webmail-Dienst My Opera Mail gestartet. Die noch in der Beta befindliche Seite möchte bei der Nutzerführung dabei wohl Google Mail Konkurrenz machen.

Im vergangenen Jahr hat sich der australische Email-Provider FastMail.FM dem Opera-Team angeschlossen. Daher war es keine Überraschung, dass die Norweger früher oder später mit einem eigenen Dienst aufwarten würden. Dieser soll laut dem offiziellen Blog auch noch entfernt an FastMail erinnern, wirkt aber eher, als ob er von Grund auf neu erschaffen wurde. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die Funktionen noch recht spartanischsind.

Das geht schon bei der Anmeldung los. Man kann sich entweder mit einem bestehenden My Opera-Account einloggen, wobei der Nutzername dann die Email-Adresse darstellt, oder sich eben einen neuen My Opera-Account anlegen, welcher dann automatisch die entsprechende Email-Adresse zugeteilt bekommt. Dies ist zwar grundsätzlich praktisch. Jedoch kann man sich auf diese Weise keinen dezidierten Email-Namen zulegen. Und da die Nutzernamen keine Sonderzeichen enthalten dürfen, ist zum Beispiel das Format Vorname.Nachname@myopera.com nicht möglich. Es wäre schön, wenn hier schnell nachgebessert würde.


Die einzelnen Emails lassen sich ein- und ausklappen.

Auch im Dienst selber herrscht noch Minimalismus. Das tut dem Design gut, die Optionen sind aber noch ein wenig eingeschränkt. Immerhin sind alle wesentlichen Grundfunktionen bereits verfügbar. Bei der Kontaktverwaltung oder der Erstellung von Labels und Unterordnern lässt sich aber zum Beispiel noch einiges tun. Überhaupt: Es gibt noch gar kein Menü “Einstellungen”, wo sich weitergehende Veränderungen vornehmen ließen. Wie sich der bereits integrierte Spamfilter schlagen wird, muss sich in den kommenden Monaten erweisen. Zunächste sollte das Spamaufkommen ohnehin gering ausfallen, da die entsprechenden Verbreiter @myopera.com-Adressen noch nicht auf dem Radar haben dürften.

Am auffälligsten ist wohl die Gruppierung von Email-Konversationen in Threads. Dieses Feature, bei dem alle Nachrichten einer Konversation direkt hintereinander gelesen werden können, kennt man bereits von Google Mail. Dort fand es (unverständlicherweise) nicht nur Freunde, weshalb man die Option mittlerweile deaktiveren kann. Bei My Opera Mail fehlt diese Möglichkeit.

My Opera Mail ist bereits jetzt auf 3 verschiedene Ansichten ausgelegt: Es gibt eine minimale mobile Ansicht, ebenso eine weitere für Tablets, die mit großen Buttons Bedienkomfort bieten soll; sowie natürlich die Desktop-Variante. Diese soll erweiterte Keyboard-Shortcuts bieten, welche das jedoch sein sollen, war nicht rauszukriegen.

DownloadMy Opera Mail

Email-Dienst des norwegischen Browser-Entwicklers

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