Netzneutralität: Facebook dafür, deutsche Kabelbetreiber dagegen

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In den USA ist die Diskussion um Netzneutralität schon deutlich weiter gediehen als hierzulande. Doch auch deutsche Kabelnetzbetreiber schalten sich nun ein. Laut heise.de fordert der Verband deutscher Kabelnetzbetreiber, ANGA, dass sich Unternehmen an den Kosten des Kabelnetzes beteiligen. Geschäftsführer Peter Charissé: “Die Unternehmen, die massiv profitieren, sollen sich auch an den Netzkosten beteiligen. Das sind vor allem die Videoanbieter wie YouTube.” Bei der Diskussion um Netzneutralität geht es vornehmlich darum, ob bestimmte Daten schneller durchgeleitet werden als andere. Der Auseinandersetzung ist jedoch das Argument vorgeschaltet, dass sich nicht nur Kunden, sondern auch Unternehmen an den Netzkosten beteiligen. Diese könnten dann auch für eine bevorzugte Durchleitung ihrer Daten eintreten. Der Vorstoß der ANGA ist, so wenig überraschend er auch kommt, eine Parteinahme contra Netzneutralität.

Anders sieht es bei Facebook aus. Beim Urheberrechtsstreit gegen Viacom stellt sich das Soziale Netzwerk gern auf die Seite Googles, bei der Diskussion um Netzneutralität ist man jedoch gegenteiliger Meinung als Google und Verizon. In einer Stellungnahme kritisiert man die Pläne, das Internet in ein neutrales, kabelgebundenes Netz und ein in Bezug auf Netzneutralität regelfreies Funknetzwerk aufzuteilen. “Facebook unterstützt weiterhin die Prinzipien der Netzneutralität, egal ob in Datenkabeln oder Funknetzwerken,” heisst es deutlich. “Der Erhalt eines offenen Internets, das jedem Innovator offensteht – unabhängig von Größe oder Wohlstand – fördert einen dynamischen und wettbewerbsfähigen Markt, in dem Kunden die volle Kontrolle über Inhalt un Dienste haben, die durch ihre Internetverbindungen angeboten werden.”

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