Nicht genügend WLAN-Hotspots in Deutschland

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In Deutschland gibt es nach wie vor nicht genügend WLAN-Hotspots, von denen Bürger unterwegs ins Internet kommen. Dies sagt jedenfalls der Branchenverband Bitkom, laut dessen Berechnungen Deutschland im internationalen Vergleich noch recht weit hinten liegt.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) hat die Zugangsmöglichkeiten von Bürgern zum Internet via WLAN-Hotspot international vergleichen und sieht Deutschland hier erst auf Rang 15. Mit insgesamt 15.000 kämen auf 100.000 Einwohner derzeit etwa 18 Hotspots. Wie so oft befindet sich mit Schweden ein skandinavisches Land an der Spitze. Hier kommen auf 100.000 Einwohner 85 Hotspots, darauf folgt die Schweiz mit 74. Auch in Frankreich oder Großbritannien sei die Hotspot-Dichte demnach noch drei mal so hoch wie hier.

Als Ursache für den nach wie vor schwachen Zugang sieht man bei der Bitkom die komplizierte Rechtslage in Deutschland. Zwar sei es für Privatpersonen nach einer erst kürzlich erwirkten Gerichtsentscheidung nicht mehr so leicht möglich, in Störerhaftung genommen zu werden. Doch für Unternehmen stehe eine solche Entscheidung noch aus. Diese könnten, wenn sie einen Hotspot anbieten, im Zweifelsfalle für illegale Nutzung seitens der Anwender belangt werden. Außerdem müssen sie Nutzer, die Zugang wollen, registrieren, was das Angebot verkompliziert.

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