Nikolaus Kopernikus im neuen Google Doodle

Marian Franke

Wieder einmal ehrt die Suchmaschine Google eine bedeutende Persönlichkeit der Menschheitsgeschichte mit einem Doodle. In der neuen Animation auf der Startseite gedenkt der Internetkonzern den Forschungsergebnissen von Nikolaus Kopernikus zu dessen 540. Geburtstag.

Das Allround-Genie Kopernikus beschäftigte sich neben seiner Tätigkeit als Arzt und Jurist in seiner Freizeit leidenschaftlich mit der Mathematik und der Astronomie. Durch seine Berechnungen entdeckte er, dass das bis dahin gültige und von der Kirche rigoros vertretene geozentrische Weltbild, das im zweiten Jahrhundert nach Christus vom griechischen Mathematiker Ptolemäus geprägt wurde, nicht gültig sein konnte. Kopernikus errechnete, dass sich die Planeten keinesfalls, wie von Ptolemäus beschrieben, um die Erde bewegen konnten, sondern eher in einer annähernd gleichmäßigen Bahn um die Sonne kreisten.

Die Thesen von Nikolaus Kopernikus

Durch seine Behauptungen wurde Kopernikus in der Wissenschaft belächelt, stellte er doch die seit mehr als 1400 Jahren geltenden, als physikalische Gesetze angesehenen Vorstellungen in Frage, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums.

Der Astronom war seiner Zeit weit voraus und war der erste, der ein heliozentrisches Weltbild in Betracht zog – also ein System, in dem die Erde und die anderen Planeten des Systems um die ruhende Sonne kreisten.

Bevor seine Vorstellungen sich allerdings bewahrheiteten, mussten jedoch weitere 400 Jahre vergehen, bis Johannes Kepler und Isaac Newton schließlich die mathematischen und physikalischen Beweise des heliozentrischen Weltbilds postulierten.

Kopernikus in der Moderne

Das Universalgenie Nikolaus Kopernikus begründete damit den Gedanken der modernen Astronomie und legte so den Grundstein für heutige Berechnungen. Auch fortschrittliche astronomische Computersimulationen wie beispielsweise das Programm Celestia basieren damit auf einem bereits vor 500 Jahren aufkeimenden Glauben, der sich schließlich als physikalisches Gesetz bewahrheitete.

Die 3D-Weltraumsimulation Celestia stellt Planeten- und Sternbewegungen in einer photorealistischen Umgebung dar und kann sogar die Bahn von Kleinstkörpern wie Asteroiden berechnen. Da das Programm einen frei zugänglichen Quellcode hat, existieren inzwischen viele Erweiterungen, die populären Sci-Fi-Serien wie Star Wars und Star Trek einen Raum geben und sowohl dem Raumschiff Enterprise als auch dem Todesstern einen festen Platz in der Galaxie zuordnen.

Daran sieht man, dass die Thesen von Kopernikus auch in der wirtschaftlich wie wissenschaftlich fortgeschrittenen Welt einen großen Einfluss besitzen und die Würdigung des Suchmaschinenriesen und Softwareherstellers Google ihren Platz verdient hat.

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