Verzahnung von Smartphones und Services: Nokia baut Konzern erneut um

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Nokia gliedert sich in Zukunft in drei Bereiche: Mobile Lösungen (Mobile Solutions), Mobiltelefone (Mobile Phones) und Märkte (Markets). Die teuren, Feature-reichen Smartphones sollen in Zukunft zu Mobile Solutions gehören. Geräteentwicklung und Internetdienste sollen enger verzahnt werden. Die Sparte Mobile Phones soll sich um die Handys der unteren und mittleren Preisklasse kümmern.

Für die Entwicklung von Smartphones ist in Zukunft Anssi Vanjoki verantwortlich, der damit zum wichtigsten Nokia-Manager neben Vorstandschef Olli-Pekka Kallasvuo aufsteigt. Das neue Smartphone-Ressort soll sich um die Plattformen MeeGo and Symbian kümmern und interessante Dienste wie Navigation, E-Mail oder Musikdownloads auf die Geräte bringen.

Die Aktionärsversammlung hat den Vorstandschef verschont, er muss seinen Posten nicht räumen. Getroffen hat es Rick Simonson, Chef der Konzernsparte Mobile Phones. Er geht in Ruhestand, seinen Platz übernimmt Mary McDowell. Auch bei den günstigeren Handys sollen Services wie Ovi Life Tools, Ovi Mail, Ovi Store and Nokia Money eng bei der Hardware-Entwicklung berücksichtigt werden. Markets ist zuständig für Vertrieb und Marketing, Lieferketten und Beschaffung.

 Mit der enger verwobenen Struktur zwischen Diensten und Handys will Nokia verlorenen Boden gut machen. Noch liegt der Konzern im weltweiten Smartphone-Geschäft bei 38 Prozent Marktanteil. Konkurrenten wie Apple oder Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) holen jedoch rasant auf: Apple hat seinen Anteil von 11 auf 16 Prozent gesteigert. RIM wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,7 Prozent.

Nokia hat jüngst versucht, mit Preissenkungen dem Umsatzverfall entgegenzuwirken. Inzwischen zahlen die Kunden für die Smartphones der Finnen im Schnitt nur noch 197 US-Dollar. Vor einem Jahr waren es noch 241 US-Dollar.

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