NY Times weiter kostenlos lesen: So überwindet Ihr die Paywall

Holger Blessenohl

New York Times
Im Internet kostenlos Zeitung lesen geht dem Ende entgegen. Zumindest in den USA. Nach dem Wall Street Journal und der Financial Times will nun auch die bekannte New York Times ab 28. März eine Paywall aufbauen. Dann muss man für Artikel, die sich nicht mehr auf der Startseite befinden, ein Abonnement abschließen. Ein Glück, dass wenigstens die Suchmaschinen noch auf die Seiten dürfen.

Über die funktioniert auch der Trick, wie man trotzdem an den Content kommt, der da nach ein paar Tagen enorm an Wert zugelegt hat. Wer nicht auf der Seite selbst nach einem Artikel sucht, sondern über einen direkten Deep-Link auf den Artikel von NY Times & Co. zugreift, kann nämlich weiter ungehindert auf den vollständigen Artikel zugreifen. Diese Lücke lassen die Verlage vermutlich ganz gezielt, damit Google die Seite weiter im Index hält (Danke, Google!).

Im Klartext heißt das, dass jemand, der einem Link von einem anderen Blog, einer Newsseite oder auch via Facebook oder Twitter folgt, nicht wie alle anderen zahlen muss. Was aber soll der machen, der keinen passenden Blog findet und auch keine Facebook-Freunde hat, die den Artikel verlinkt haben, als er noch frei war. Ganz einfach: Die Überschrift des Artikels, den man gerne lesen möchte, per Copy & Paste bei Google eingeben und dann einfach dem Google-Link folgen.

Einziger Nachteil des Tricks: Um zu vermeiden, dass Leute wie wir die ganzen alten Artikel lesen, ohne dafür zu bezahlen, gibt es bei den meisten Suchmaschinen ein bestimmtes Kontingent an Artikeln, die man über diese bestimmte Suchmaschine kommend lesen darf. Aber auch das kann uns natürlich nicht lange aufhalten. Wenn es bei Google nicht mehr funktioniert, einfach Bing nehmen. Oder Yahoo. Und so weiter Suchmaschinen abgrasen. Schlimmstenfalls kann man dann natürlich auch seinen Router neu verbinden, um eine andere IP-Adresse zu bekommen (eine dynamische IP vorausgesetzt), aber wer will schon so viel lesen.

Und nach dem Lesen gucken wir uns dann wieder ein paar gesperrte YouTube-Videos an.

Via Engadget

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