Öltröpfchen-Display: Konkurrenz für E-Ink-Displays

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E-Ink-Displays bekommen Konkurrenz: Statt Flüssigkristalle sorgen Öltröpfchen für den Bildaufbau. Der Vorteil der Öltröpfchen-Bildschirme: Sie können auch Videos anzeigen.

Die neue Technik setzt auf Öltröpfchen, an die eine elektrische Spannung angelegt wird. Sie sorgt dafür, dass mehr oder weniger Licht durchtritt. Anders als die Flüssigkristalle streuen die Öltröpfchen das Licht nicht. Damit ist ein deutlich größerer Einblickswinkel möglich.

Zudem ist die lichtdurchlässige Fläche im Vergleich zu Flüssigkristallen deutlich größer als bei E-Ink-Displays und ermöglicht so ein deutlich höhere Auflösung. Die niederländische Firma Liquavista hat auf der Displaymesse der Society for Information Displays (SID) in Seattle ein 8,5-Zoll-Display vorgestellt, das eine XGA-Auflösung (1024 x 768) schafft.

Farbbilder werden mithilfe von Filtern über den Pixeln dargestellt. Graustufen ergeben sich aus der Abdeckung der Pixelfläche. Ist der Öltropfen zur Seite geschoben, je mehr das Öl deckungsgleich mit dem Pixel ist, desto dunkler wird der Bildpunkt.

Außerdem kann die ölige Technik auch Videos darstellen. Zur Zeit werden die Öltröpfchen-Displays mit 60 Hz angesteuert. In den Forschungslaboren von Liquavista experimentiert man sogar mit 400 Hz, wie heise online berichtet. Damit wären glattere Bildübergänge möglich.

Liquavista arbeitet mit den Technologieplattformen Liquavista Bright und Liquavista Color. LiquavistaBright ermöglicht eine schnelle Darstellung auf E-Book-Readern inklusive Videofunktion. Liquavista Color sorgt für satte Farben. Basierend auf den Liquavista Bright-Architektur sorgen Farbfilter für 2x, 3x oder 4x höhere Kontraste als es herkömmliche LCDs vermögen.


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