Open Access: OpenAIRE geht online

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Mit OpenAIRE geht ein EU-Pilotprojekt der Universität Gent an den Start, das Forschern, Unternehmen und Bürgern freien Zugang zu Unterlagen aus Forschungsprojekten gewähren soll. An den bislang noch etwas spärlichen Bestand sind jedoch Bedingungen geknüpft.

OpenAIRE steht für Open Access Infrastructure for Research in Europe und soll ein Netz aus Archiven bilden, das Zugang zu Hochschulschriften vor allem aus den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnologie, Forschungsinfrastrukturen sowie Sozial- und Geisteswissenschaften gewährt – sofern diese mit EU-Mitteln finanziert wurden. Gemeint sind damit Mittel aus dem “Siebten Rahmenprogramm” (RP7) sowie des Europäischen Forschungsrates.

Damit soll der Open Access-Gedanke gefördert werden, so dass jeder Interessierte Zugang zu neuesten Entwicklungen auf einem Gebiet erhält. So könnten sich zum Beispiel Erkrankte Informationen über den Forschungsstand ihrer Krankheit beschaffen. Auch Wissensschaftler könnten sich so in kürzester Zeit auf den neuesten Stand bringen. Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, sagte hierzu: „Der Start von OpenAIRE ist ein sehr konkreter Schritt zur Teilhabe an den Ergebnissen von Forschungsprojekten, die mit EU-Mitteln gefördert wurden, und ist in unser aller Interesse. Durch wissenschaftliche Erkenntnisse kann sich unser Leben zum Besseren verändern – sie sind zu wertvoll, um sie unter Verschluss zuhalten. Außerdem hat jeder EU-Bürger das Recht, auf Erkenntnisse zuzugreifen und sie zu nutzen, die mit Hilfe öffentlicher Gelder gewonnen wurden.“

Das von der EU finanzierte OpenAIRE wurde am 2. Dezember an der belgischen Universität Gent in Betrieb genommen.

Kritik gab es unter anderem an der Tatsache, dass zum Start lediglich etwas über 200 Dokumente bereit stehen. Diese sollen jedoch nur veranschaulichen, was mit der Plattform möglich ist, so eine Mitarbeiterin. Die eigentliche Einstellung der Dokumene beginnt schließlich erst jetzt durch die offizielle Eröffnung. Andere stoßen sich daran, dass themenübergreifende Portale von Wissenschaftlern der einzelnen Fachrichtungen oft nicht angenommen werden, zumal in den Metadaten der einzelnen Schriften keine Zuweisung zu einer Disziplin ausgewiesen ist.

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