Opera Mini 6 für iPhone und iPad erschienen

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Operas mobiler Browser ist für Apple-Nutzer nicht mehr iPhone-exklusiv, sondern funktioniert nun iOS-weit. Also auch auf dem iPad. Die kostenlose Safari-Alternative Opera Mini 6 wurde komplett re-designt und verspricht vor allem einen ressourcenschonenderen Umgang beim Datenverkehr.

Mit dem Opera Mini 6 möchte der norwegische Browser-Entwickler ein völlig neues Look & Feel beim mobilen Surfen einführen. Und mit völlig neu meint das Unternehmen ein Browsing-Erlebnis, wie man es vom Desktop-Browser kennt. Dazu dienen Elemente wie eine frei konfigurierbare Startseite mit anpassbaren Favoriten oder ein neuer Aufbau der Tableiste. Die Tabs, für die es im Übrigen im Gegensatz zum Safari keine Begrenzung gibt, ordnen sich als Minisymbole am oberen Bildschirmrand an. Diese überlappen sich leicht, so dass zwischen ihnen hin- und hergeblättert werden kann und sie dennoch nicht allzu viel Platz wegnehmen. Ein wenig unübersichtlich ist das trotzdem großem iPad-Display allerdings schon.

Drückt man lange auf einen Link oder einen Text, erscheint nun ein Kontext-Menü, in dem sich weitere Befehle wie Link weiterleiten, Text kopieren oder Schnellwahl durchführen lassen. Für Passwörter gibt es jetzt eine Speicherfunktion (was gerade bei Mobilgeräten nach wie vor nicht unkritisch ist). Für diejenigen, die Opera auch auf dem Desktop nutzen, gibt es nun auch eine Sync-Funktion, mit der Lesezeichen und weiteres übertragen werden können.

Wenn Opera mit dem Mini 6 schon einen Browser für das iPad und damit für HD-Ansprüche konzipiert, dann soll auch das iPhone etwas davon haben: Das Retina-Display des iPhone 4 wird nun unterstützt, so dass deren Nutzer die komplette Auflösung nutzen können.

Fast schon selbstverständlich sind die integrierten Weiterleitungsfunktionen. Dabei kommen natürlich die beiden sozialen Netzwerke zum Zug, die in diesem Fall immer genannt werden (ok, ok: Facebook und Twitter). Darüber hinaus kann man URLs auch direkt an seinen MyOpera-Account (wir berichteten) weiterleiten, sofern vorhanden.

Auch unter der Motorhaube hat sich einiges getan: Opera zufolge arbeitet der Mini 6 mit einer Datenkompression von bis zu 90 %, was sich sowohl bei schlechten Netzverbindungen als auch bei Volumenbegrenzungen schnell auszahlen dürfte. Auch die gesamte Menüführung inklusive Multitouch-Zooming geht nun weit flüssiger von der Hand.

Der von Opera zu diesem Anlass veröffentlichte Werbefilm trägt zwar nicht viel zum Erkenntnisgewinn bei, bezaubert aber immerhin durch schöne Musik:

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Opera Mini 6
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