Pandora: Open Source-Konsole verkauft 1000 Einheiten

commander@giga

Die in Newcastle, Englang gefertigte Open Source-Spielkonsole Pandora vermeldet den Verkauf der tausendsten Einheit. Die nächsten 3000 vorbestellten Geräte sollen bis Weihnachten fertig werden.

Bei der Pandora handelt es sich um einen Handheld, der in etwa die Ausmaße eines Nintendo DS besitzt. Hinter dem als Spielkonsole konzipierten Gerät steckt jedoch eine durchaus spannende Geschichte. Die Pandora ist durchgängig aus Open Source-Komponenten zusammengesetzt, wodurch sie im Prinzip jeder nachbauen könnte. Als Betriebssystem kommt ein getweaktes Angström Linux zum Einsatz, das vor allem auf die Nutzung von Emulatoren ausgelegt ist. Neben klassischen Acrade-Spielen und Konsolen wie dem Mega Drive oder SNES läuft auch schon eine etwas anspruchsvollere Playstation-Emulation. Weitere wie das N64 sollen folgen.

Etwa 4000 Geräte sollen derzeit bestellt worden sein, nun vermelden die Hersteller laut The Register, dass das tausendste Gerät zu einem Preis von etwa 300 Euro ausgeliefert wurde. Die restlichen 3000 Konsolen sollen bis Weihnachten fertig werden. Die Produktion ist dabei inzwischen recht professionell. Die Mitarbeiter bekommen ein volles Gehalt und gehen gewöhnlichen Arbeitszeiten von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr nach. “Dies ist ein wichtiger Schritt für uns, und wir hoffen, dass dies bei eurer Entscheidung beim Kauf einer neuen Konsole einfließt. Und wir hoffen, dass ihr eure Freunden davon erzählt”, sagt einer der Mitarbeiter gegenüber The Register.

Offenbar will man aber auch nicht zu schnell wachsen. Aus der Software-Welt weiß man, dass die Open Source-Gemeinde immer Gefahr läuft, auf dem Radar von Patentinhabern zu erscheinen, deren einziges Geschäftsmodell es oftmals ist, Open Source-Projekte auf eventuelle Patentverletzungen abzuklopfen und gegebenenfalls zu verklagen.

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz