Path: Soziales Netzwerk erlaubt nur 50 Freunde

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Qualität statt Quantität: Mit dem ‘Personal Network’ Path ist eine neue Freundeplattform auf dem Sprung, die auf einen verhältnismäßig kleinen Freundeskreis setzt. Die wortlose Kommunikation setzt dabei Kenntnisse der Persönlichkeit des anderen voraus.

Die Entwickler von Path sollten wissen, was sie tun: Zu einem nicht geringen Teil besteht die Belegschaft aus ehemaligen Mitarbeitern von Facebook und auch Apple. Firmenchef Dave Morin beispielsweise war zuvor bei Facebook verantwortlich für die Einbindung von Drittanbieterapplikationen.

Nach aussen wird Path, welches am nächsen Montag zunächst als iPhone-App erscheint, als ‘Personal Network’ bezeichnet. Die Idee dahinter ist, dass Menschen zwar viele andere Menschen kennen mögen, jedoch nur mit relativ wenigen tatsächlichen Kontakt halten. Was auch bedeutet, dass sich in der Regel wenige Menschen für das interessieren, was man von sich gibt. Deswegen liegt die Obergrenze für Freunde, die man hinzufügen kann, bei 50 Personen.

Als weiterer Kniff kommt hinzu, dass die gesamte Kommunikation wortlos erfolgt. Es gibt bislang lediglich die Möglichkeit, Bilder von sich zu posten und an die Freunde zu schicken. Dadurch möchten die Entwickler erreichen, dass sich die Empfänger mit der Persönlichkeit des anderen vertraut machen. Wenn zum Beispiel jemand ein Bild von einer Tasse Mokka postet, und es ist im Freundeskreis bekannt, dass der Sender Mokka über alles liebt, zeugt dies eher von Vertrautheit, als der bloße Satz “Ich genieße gerade eine Tasse Mokka”.

In Zukunft soll der Service jedoch noch erweitert werden. Vorstellen kann man sich etwa Kurznachrichten in Twitteränge oder kurze Videos. Ob sich diese Art der Freundschaftspflege behaupten kann, oder ob die Nutzer doch eher mit der Zahl ihrer Freunde angeben möchten, wird spannend zu beobachten sein.

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