Per Mausklick ins Museum

von

Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister (Second Life)
Kostenlos ins Prado Museum in Madrid und danach in die Dresdner Gemäldegalerie, ohne lange Fahrt, ohne Warteschlange und stattdessen bequem von zu Hause aus… Fast jede Kultureinrichtung hat heutzutage einen mehr oder weniger interessanten Internetauftritt – und einige gehen sogar noch weiter und stellen ihre Sammlungen auch online zur Verfügung.  Wir zeigen euch die schönsten.

1. Das Prado-Museum bei Google Earth – Kunstgenuss mit 14 Gigapixeln

In einer Zusammenarbeit zwischen dem Prado Museum und Google Earth entstand eine virtuelle Mini-Galerie von 14 Meisterwerken. Mit Hilfe einer Spezialtechnik wurden 8.200 Detail-Fotos von den Gemälden angefertigt, sodass sie nun in einer einmaligen Qualität betrachtet werden können. Die Bildqualität ist mehr als tausendfach präziser als ein normales Foto und die Bilder lassen sich sehr nah heranzoomen, um auch die kleinsten Details zu entdecken. (Mehr dazu hier)

Das Projekt bietet vielleicht keinen Ersatz für einen echten Museumsbesuch, dafür können die Bilder hier sehr viel genauer betrachtet werden als im realen Museum oder auch in Büchern. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Museen folgen.

Kostenloser Download Google Earth 5.0 – die 3D-Weltkartensoftware des Internet-Giganten.

2. Die Dresdner Gemäldegalerie: Alte Meister bei Second Life – Liebevolle Nachbildung des Originals

Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister bei Second Life

Ein anderes Prinzip versucht die Dresdner Gemäldegalerie. Sie eröffnete eine Online-Dependence in der virtuellen Welt “Second Life”. Hierbei handelt es sich um einen detailgetreu nachgebauten Klon des realen Museums, der sämtliche 750 Gemälde enthält. Wie im echten Leben kannst du die verschiedenen Säle durchschreiten und dir z.B. das hier wohl bekannteste Werk “Die Sixtinische Madonna” von Raffael ansehen. Audio-Guides und Bildtafeln sorgen für zusätzliche Information – und sogar den Museumsshop kannst du aufsuchen. (Mehr dazu hier)

Download Second Life 1.18.2.1 (Windows) – die Basisversion der virtuellen Zweitwelt

3. Das virtuelle Hajek Museum – Perfekte Verbindung von Technik, Kunst und Design

Virtuelles Hajek Museum
© Hajek Kunststiftung

Wirklich revolutionär ist das Hajek Museum – das nur für die virtuelle Welt erschaffen wurde. Der Museumsbau ist völlig frei begehbar und die Werke können aus allen Blickwinkeln betrachtet werden. In einem Archivzimmer kann man sich über das Werkverzeichnis und entsprechende Literatur informieren.  Bis zu vier wechselnde Ausstellungen sind geplant. Hier gehts zum Museum.

Es bleibt dabei: Einen Ersatz für den realen Museumsbesuch bieten die hier vorgestellten Projekte nicht. Doch immerhin hat so ein virtueller Museumsbesuch auch viele Vorteile: Kein Anstehen, kostenloser Eintritt, 24 Stunden am Tag möglich und keine lokale Gebundenheit. Ich wünsche viel Spaß!


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