Peter Sunde verlässt Flattr

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Das Blog netzwertig.com berichtet, dass sich Peter Sunde sowohl von der Geschäftsführung von Flattr zurückzieht als auch seine Anteile abgibt. Mitgründer Linus Olssen hat dies über den schwedischen Branchendienst Rapidus bekannt gegeben. Sunde selbst teilte via Twitter mit, dass er zwar nicht mehr an Bord sei, jedoch weiter bei Flattr mitarbeiten wird – vermutlich in beratender Position.

Unklar ist, wieso sich Sunde zurückzieht. Es wird spekuliert, dass dies mit einer in Schweden laufenden Klage gegen den Torrentdienst The Pirate Bay zusammenhängen könnte. Diesen hatte Peter Sunde seinerzeit mit aufgebaut. Der Prozess soll nun kurz vor dem Ende stehen. Sollte Sunde als Mitangeklagter haftbar genommen werden, könnte sich dies auch negativ auf Flattr auswirken, sofern er dann noch Geschäftsführer wäre. Eventuell wollte man ihn deswegen aus dem operativen Geschäft heraushalten.

Bei Flattr handelt es sich um einen Microbezahldienst, bei denen die Nutzer einzelne Artikel ohne Aufwand bezahlen können. Derzeit wird die Nutzerbasis auf etwa 50.000 geschätzt, wobei nur etwa ein Drittel aktiv “flattern”. Mehr zu Flattr, dessen Funktionsweise und die Zukunftspläne gibt es bei uns im loadblog, in dem wir vor einigen Monaten ein Gespräch mit Linus Olssen führten.

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