Philips GoGear Muse 3: Der MP4-Player, der dich versteht

Holger Blessenohl
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Philips GoGear Muse
Philips trotzt dem Branchentrend und hat seinem MP4-Player GoGear Muse ein Update verpasst. In der nunmehr dritten Generation behauptet der Muse, den persönlichen Geschmack des Nutzers erkennen zu können und legt in Like Music entsprechende persönliche Musiklisten an. Außerdem gibt es jetzt eine individuelle Sound Personalization.

Philips GoGear Muse 3 Front
Alle Stücke eines Interpreten oder ein bestimmtes Album auf dem MP3-Player anhören ist kein Problem. Schwieriger wird es, wenn man Musik für bestimmte Stimmungen sucht, die dann aber querbeet durch seine Musiksammlung hören will. Leute, die die ID3-Tags ihrer MP3s immer sorgfältig (und gut) eintragen, sind hier klar im Vorteil und können zumindest schon mal entscheiden, ob sie gerade lieber Independent oder Klassik hören wollen. Die meisten sind allerdings wohl kaum so diszipliniert, immer den richtigen Musikstil nachzutragen. Bei mir laufen jedenfalls teilweise dieselben Bands unter Punk, New Wave, Post Punk, Independent, Independent Music, Alternative, Alternative Rock oder Punk Rock. Wie soll da noch ein MP3-Player durchblicken?

Die Lösung verspricht Philips mit dem neuen Like Music. Like Music orientiert sich nicht an den Meta-Tags des Stücks, sondern analysiert die Songstruktur der Musikstücke. Zueinander passende Stücke werden dann Genre-übergreifend in Wiedergabelisten zusammengestellt. Die Technologie erinnert an Sonys SenseMe-Listen, die erstaunlich gut von der Stimmung passende Stücke auch aus sehr weit auseinander liegenden Genres zusammenstellen. Im Gegensatz zu Sonys SenseMe, das sich auf dem Player befindet und auch nur die auf dem Player befindlichen Stücke analysiert, ist Like Music in der Songbird-Mediaplayer PC-Software von Philips integriert. Wie weit man dann noch selbst entscheiden kann, welche Stücke synchronisiert werden, und ob die Algorythmen von Philips‘ Like Music ähnlich gut arbeiten wie SenseMe, müssen noch Tests erweisen.

Philips GoGear Muse 3 Kopfhörer
Ebenfalls neu ist Sound Personalization. Dabei kann der User durch Berühren des Touchscreens einen Assistenten starten, der ihm hilft, die besten individuellen Equalizer-Einstellungen zu finden. Daneben hat Philips weiter auf die Stärken der älteren GoGear Muse-Generationen vertraut. D.h. vor allem geräuschisolierende InEar-Kopfhörer, FullSound-Klangoptimierung bzw. Surround for Movies sowie SafeSound für Gefahrenreduktion beim Hören. SafeSound arbeitet glücklicherweise nicht bevormundend, sondern warnt, wenn man zu lange zu laut Musik hört. Der User kann dann selbst entscheiden, ob er oder sie weiterhören möchte oder lieber den Save level-Button drückt. Save level senkt die Lautstärke dann auf ein Niveau herab, bei dem keine bleibenden Schäden entstehen können.

Der Philips GoGear Muse 3 hat ein 3,2 Zoll großes LCD-Touchscreen-Display mit HVGA-Auflösung (480 x 320 Bildpunkte) und versteht neben den gängigen Formaten MP3, WAV, WMA und AAC auch die selteneren Formate OGG VORBIS, APE und FLAC. Das Audible-Format aa wird nicht explizit genannt, Audible ist aber als Partner erwähnt und die bisherigen Generationen des Muse waren auch jeweils kompatibel zum Hörbuch-Format. Bei den Videoformaten werden MPEG4, RMVB und WMV9 bis 720p unterstützt. Der interne Speicher ist mit nur 8 GB eher knapp gehalten, kann aber mit microSD-Karten um bis zu 32 GB erweitert werden (bzw. quasi endlos mit mehreren Karten).

Der Philips GoGear Muse 3 ist ab April 2011 für 199,99 € (UVP) zu haben.

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