Playstation Network gehackt - Persönliche Nutzerdaten möglicherweise gestohlen

Shu On Kwok

Daten-GAU bei Sony Computer Entertainment! Nach mehreren Tagen, an denen das Playstation Network, kurz PSN, nicht erreichbar war, hat Sony nun endlich den Grund für die Unerreichbarkeit bekanntgeben. Hacker sind in das Playstation Network und Qriocity, dem iTunes Derivat von Sony, eingedrungen und haben sich Zugang zu  persönlichen Daten, zu denen auch sehr wahrscheinlich Kreditkarten-Daten gehören, verschafft und diese kopiert.

Im offiziellen Playstation-Blog nahm Sony Stellung zum Desaster. Dort heißt es, dass sich “eine unbefugte Person Zugriff zu folgenden persönlichen Daten verschaffen konnte: Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), Land, E-Mail Adresse, Geburtsdatum, PlayStation Network/ Qriocity Passwort und Login sowie PSN Online ID.”

Neben diesen Daten könnten auch noch weitere Daten gestohlen worden sein, denn schließlich befinden sich auch noch anders lautende Rechnungsanschriften, persönliche Kaufhistorie, Freundeslisten und auch Zweitkonten auf den Servern. Betroffen sind rund 60 Millionen PS-Nutzer und die unzähligen Nutzer, die den Qriocity Dienst nutzen.

Sony selbst arbeitet mit Hochdruck daran, um die „unbefugte Person“ zu finden und zu identifizieren. Diese unbefugte Person konnte sich den Zugriff auf das Playstation Network vom 17. April bis zum 19. April verschaffen. Ob nun in dieser Zeit auch die für die Kunden sehr wichtigen Kreditkarteninformationen gestohlen worden sind, ist noch nicht ganz klar. Sony hat derzeit keine Anzeichen dafür gefunden, aber man kann es nicht ausschließen.

Kunden des Playstation Networks und des Qriocity Dienstes sei geraten in anderen Accounts, die man mit dem gleichen Passwort versehen hat, diese Passwörter sofort zu ändern. Außerdem sollte man auf keinen Fall auf angebliche Emails antworten, in denen man gebeten wird sich mit seiner PSN-ID und Passwort zu identifizieren. Anbieter von Diensten wie Sony mit seinem Playstation Network und Qriocity fragen nie per Email nach Logindaten und Passwörtern.

Da mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Kreditkartendaten betroffen sind, sollte man auch vorsichtshalber seine Bank informieren und die Kontobewegungen im Auge haben.

via Engadget.com

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