Pokémon Black & White: Mann verhaftet, weil Monster geleakt sind

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In Japan ist Pokémon Black & White schon seit einer Weile auf dem Markt. Doch schon vorher sind bis dato unbekannte Taschenmonster in freier Wildbahn gesichtet worden. Ein Mann, der die Zeitschriften-exklusiven Bilder im Netz veröffentlichte, ist nun verhaftet worden.

In den USA und Europa werden die Pokémon-Editionen Black & White erst im Frühjahr 2011 erscheinen, in Japan war es bereits am 18. September soweit. Um die Stimmung anzuheizen, hatte das japanische Videospielmagazin bereits am 15. September die Möglichkeit, einen ersten Blick auf einige der neuen Pokémon, zum Beispiel Chaoboo, zu gewähren. Doch selbst das reicht einigen nicht, denn schon am 1. September tauchten Bilder, die für die Zeitschrift gedacht waren, im Internet auf. Makoto Sekiguchi, der diese ins Netz gestellt hat, wurde daraufhin von der Polizei in Gewahrsam genommen und wegen der Verletzung von Urheberrechten angeklagt.

“Ich dachte mir, ich zeige jedem die Charaktere, die bislang nicht veröffentlicht wurden”, lässt er verlautbaren. Die Polizei der Stadt Chikusei plant nicht festzustellen, woher Sekiguchi die Bilder hat. Sie hat die Bilder während einer “Cyberstreife” entdeckt.

Es mag komisch anmuten, dass sich in Japan Polizisten auf Cyberstreife begeben, um entlaufende Pokémon einzufangen anstatt zum Beispiel Pädophile. Aber der Grund ist nicht einfach mit “Naja, Japaner” zu erklären. Vielmehr ist es dort sehr üblich, dass Zeitschriften bereits im Netz landen, bevor sie in Geschäften zu kaufen sind. Diesem Phänomen versucht man derzeit offenbar verstärkt beizukommen.


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