Project Glass: Neues von Googles Superbrille

Google schreitet weiter voran mit seinem neuesten Produktkonzept: Bei einem TV-Auftritt präsentierte der Leiter der Project X Studios einen Prototypen der Google-Brille. Dort demonstrierte er quasi freihändig schon einmal die potentiellen Fähigkeiten der neuen Technologie in Bezug auf Fotografie und Social-Media.

Die Brille zeigt, was in ihr steckt

Als Google vor einigen Wochen zum ersten Mal das Projekt Glass der Öffentlichkeit vorstellte, waren die Reaktionen vielerorts verblüfft. Was Google als Anwendungsstudie in einem Video zeigte,  schien fast zu futuristisch, um in nächster Zeit wahr werden zu können. Skeptiker wurden jetzt allerdings eines Besseren belehrt, als sich der Leiter der Project X-Studios mit einem Prototyp der Smartphone-Brille im US-Fernsehen präsentierte.

Der deutschstämmige Sebastian Thrun, Informatik-Professor an der Elite-Universität Stanford und Chef von Googles experimenteller Entwicklungsstudios, verriet bei einem Auftritt in der Talkshow des TV-Journalisten Charlie Rose einige Details zu Project Glass – und hatte dabei einen Prototypen auf der Nase sitzen.
Mit diesem demonstrierte Thrun direkt, was die Brille (bisher) so kann. Nachdem er die Kamera des Geräts aktiviert hatte (dazu war noch ein kleiner Handgriff nötig), machte Thrun mit der Brille ein Foto von Charlie Rose und veröffentlichte es im Anschluss auf Google+. Dazu reichten angeblich eine Augenbewegung (Foto) und ein kurzes Kopfnicken (Sharing). Wenig später tauchte das Foto tatsächlich auf  Thruns G+Profil auf.


Zwar wurde bisher noch nicht offiziell bestätigt, dass das Foto tatsächlich über die Brille aufgenommen und geshared wurde, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass diese Demonstration nur ein Trick war. Im Gespräch erzählte Sebastian Thrun neben seiner Arbeit an Project Glass und für die Project X-Abteilung auch von seinem Engagement für die Online-Universität Udacity. Das interessante, etwa 20minütige Interview können Englischkundige hier ansehen.

Die Technik funktioniert, an der Optik hapert des noch

Zur Marktreife von Project Glass äußerte Sebastian Thrun nichts konkretes, aber der Start soll ja Gerüchten zufolge eventuell noch 2012 erfolgen. Bis dahin muss bei Project Glass noch einiges gebastelt werden. Neben den technischen Herausforderungen, in die man von außen leider wenig Einblick hat, ist auch in punkto Design vermutlich noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. So wird sich mit der Brille in ihrer momentanen Form wohl kein modebewusster Kunde auf die Strasse trauen. Noch löst die Brille unangenehme Assoziationen mit den Borg aus Star Trek  aus. Aber bis zum Marktstart wird hier sicher in optischer Hinsicht noch einiges passieren. Beruhigen dürfen sich auch bereits brillentragende Gadget-Fans. Sebastian Thrun betonte nochmal ausdrücklich, dass selbstverständlich auch an einem Modell gearbeitet werde, das auch Brillenträger verwenden können.

 

 

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