PSN wieder online: Sony fährt nach Daten-GAU wieder schrittweise hoch

von

Sony hat am Wochenende das PlayStation Network (PSN) wieder angeschaltet. Nach einem Hackerangriff war das Netzwerk fast vier Wochen offline. Das System soll durch ein Update nun besser geschützt sein als zuvor. Und auch Sony Online Entertainment (SOE) ist wieder erreichbar.

PSN wieder online: Sony fährt nach Daten-GAU wieder schrittweise hoch

Am Sonntag kündigte Sony auf seiner Homepage an, die PlayStation-Network- und Qriocity-Dienste wieder schrittweise anzuschalten, zunächst in Amerika, dann in Europa, Australien und im Mittleren Osten.

Wer sich nun im PSN anmeldet, wird zunächst um ein Firmware-Update gebeten. Dann muss ein neues Passwort eingegeben werden. Sony hat außerdem eine Liste über die durchgeführen Sicherheitsmaßnahmen auf seiner Homepage veröffentlicht. Ob die durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen ausreichen, wird u.a. vom japanischen Wirtschaftsministerium bezweifelt – dort darf das PSN noch nicht online gehen.

Wie heise online berichtet, sollen die User mit einem “Welcome-Back”-Package mit Gratisgames und -inhalten entschädigt werden. Wie diese Inhalte für Deutschland aussehen, ist bisher noch nicht bekannt.

Sony hat einiges wieder gutzumachen, denn die Hackerattacken gegen Sony beschränkten sich nicht auf das PSN und den Musik/Video-Dienst Qriocity, auch die Nutzerdaten von Sony Online Entertainment (SOE) wurden kompromittiert, schließlich gelangten auch noch 2.500 Kundendaten ins Netz – insgesamt ein Daten-GAU für Sony. Außerdem konnte das PlayStation Network mit Multiplayer-Funktionen und Online-Shop nun fast vier Wochen nicht genutzt werden, also auch ein direkter ökonomischer Faktor. Vor allem wird Sony jedoch das Vertrauen der Nutzer wieder gewinnen müssen – und das wird nicht ganz einfach.

Auch die Web-Community SOE ist seit heute wieder online. Wie Gameswelt berichtet, steht als Willkommenspaket ein Gratismonat bereit.

Inzwischen wurden auch weitere Details zum Hackerangriff bekannt: Nach Information des US-Branchendienstes Bloomberg könnte die Attacke von Servern des Amazon.com-Cloud-Diensts gestartet worden sein. Im April waren mehr als 100 Millionen Nutzerdaten entwendet worden.


Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA GAMES

Anzeige
GIGA Marktplatz