Riesige Dateien per E-Mail verschicken mit Kicksend

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Üblicherweise kann man per E-Mail keine besonders großen Dateien verschicken, weil die meisten Dienstanbieter hier Limits setzen. Mit der Anwendung Kicksend kann man diese Restriktionen umgehen.

Eigentlich ist Kicksend ein Webdienst, doch mit der Download-Version kann man ihn auch vom Windows- und Mac-Rechner aus verwenden, was erheblich komfortabler ist – denn mit der Onlineversion lassen sich “nur” 150 MByte große Dateien verschicken. Wer hingegen Kicksend auf dem PC einsetzt, kann praktisch ohne Limit arbeiten.

Die Oberfläche von Kicksend mit diversen Optionen für mehr Speicherplatz

Kicksend ist eine Adobe-AIR-Anwendung, weshalb dieses Framework auf dem Rechner erst installiert werden muss, bevor Kicksend in Betrieb genommen werden kann.

Ein kleines Adressbuch für die Empfänger-Emailadressen ist ebenfalls eingebaut. Leider lassen sich neue Empfänger nur über die Weboberfläche eintragen und nicht über die Applikation. Wer will, kann aber auch von Google Mail Adressen importieren.

Wem sich nun die Nackenhaare langsam aufstellen wegen der Aussicht auf riesige E-Mails, die per Kicksend eintrudeln könnten, kann sich wieder beruhigen. Die Postfächer der Empfänger werden nicht geflutet. Das würde auch an Sabotage grenzen. Stattdessen kriegt der Empfänger eine Nachricht ohne Anhang, die einen Link auf den Webdienst enthält. Die Empfänger müssen sich jedoch nicht bei Kicksend anmelden, um an die Daten zu gelangen.

Dort kann der Empfänger sich seine Anhänge von der Website aus herunter laden und lokal speichern. Nach einiger Zeit löscht Kicksend die Daten automatisch. Nach zwei Wochen kann sie der Empfänger nicht mehr herunterladen.

So sieht eine E-Mail aus, die durch Kicksend beim Empfänger ankommt

Alternativ kann sich der Empfänger die Adobe-AIR-Anwendung von Kicksend selbst installieren und zieht dann damit die ihn zugeschickten Dateien herunter. Kicksend ist kostenlos nutzbar. Alternativ kann man natürlich auch Dropbox nutzen, nur werden die Dateien hier permanent gespeichert. Kicksend versteht sich eher als Datenlieferant und weniger als Datenhoster, schreibt das junge Unternehmen in seinem Blog.

Pro Monat können rund 1,1 GByte Daten verschickt werden. Die Anwender können sich jedoch ähnlich wie bei Dropbox durch Weiterempfehlungen zusätzliche Kontingente sichern. Für 5 US-Dollar im Monat können 5 GByte Daten verschickt werden, die 10 Tage lang aufgehoben werden. 10 US-Dollar monatlich ermöglichen den Versand von 10 GByte monatlich und eine 90tägige Speicherungsfrist. Das teuerste Angebot wird für 20 US-Dollar monatlich verkauft und enthält 30 GByte Versandvolumen und eine 120tägige Speicherung. Eine Kündigung ist jederzeit möglich.

Winload-Fazit: Die Idee hinter Kicksend ist wirklich gut. So lassen sich mit einfachsten Mitteln große Dateien per Mail verschicken – wenngleich auch über den Server des Anbieters. Wichtige Daten sollte man deshalb unbedingt vorher selbst verschlüsseln.

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Kostenloser Download Kicksend (Windows, Mac OS X)
Riesige Dateien per E-Mail vom Desktop und Web aus versenden

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Kostenloser Download Adobe AIR
Voraussetzung für die Installation der Desktop-Anwendung von Kicksend


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