Schutz und Sicherheit für das Online-Banking im öffentlichen WLAN

Martin Maciej
1

Mit der kontinuierlichen Verbreitung von Netbooks, Smartphones und Tablet-PCs wird auch das Surfen im Internet außerhalb der eigenen vier Wände immer beliebter. Deutsche Internet-Nutzer zeigen sich dabei im Vergleich zum Rest der Welt jedoch deutlich vorsichtiger, wenn es um die Verwendung von öffentlichen WLAN-Netzen geht.

Laut der Mobility-Studie des Internet-Sicherheitsdienstes AVG haben 82 % der deutschen Nutzer Bedenken, wenn es darum geht, öffentliche Verbindungen für das Internet zu verwenden. Nur die Hälfte der Befragten surft dabei mit seinen mobilen Geräten überhaupt in öffentlichen WLAN-Verbindungen. Weltweit liegt der Durchschnittswert weitaus höher bei 66 %.

Insbesondere beim Thema Online-Banking zeigen sich deutsche Internetuser sehr zurückhaltend. Nur knapp 10 % deutscher Internetuser nutzen die Möglichkeit, über ein tragbares Gerät, z. B. Smartphone oder Tablet, Bankgeschäfte in öffentlichen Netzwerken abzuwickeln. Auch große Bankinstitute raten dazu, öffentliche Funknetzwerke für die Online-Banking-Sicherheit zu meiden, da ein Abhören dieser Verbindungen nicht zu vermeiden und demnach ein Ausspionieren der persönlichen Daten in öffentlichen WLAN-Netzen durchaus möglich ist.

Online-Banking im WLAN – Das sollte man beachten

Für den eigenen Online-Banking-Schutz sollte man auf Geldgeschäfte in öffentlichen Netzwerken verzichten. Darüber hinaus ist es angebracht, wichtige Finanzdaten wie PINs für die EC-Karte oder Kreditkartendaten nicht auf dem tragbaren Gerät abzuspeichern. Laut der Studie legen immerhin noch 5 % der deutschen Smartphone-Nutzer ihre vertraulichen Bank-Daten auf dem Gerät ab. Zusammen mit Frankreich liegt man damit im weltweiten Vergleich auf der letzten Position, während 18 % der Brasilianer ihre Kreditkarten- und PIN-Informationen auch auf dem tragbaren Telefon abgespeichert haben und damit den Spitzenwert im AVG-Ranking erzielen.

Verwendung öffentliches WLAN

Nur die Hälfte der Deutschen verwendet mit mobilen Geräten öffentliche WLAN-Verbindungen (Quelle: AVG)

Einstellungen für die Online-Banking-Sicherheit im WLAN

Bei der Verwendung des Online-Bankings in einem heimeigenen WLAN-Netzwerk sollte man auf jeden Fall für eine sichere Verschlüsselung des Netzwerks über den Router sorgen. Bei der Wahl des WLAN-Schüssels empfiehlt sich eine lange Kombination aus Zahlen- und Buchstaben, die es WLAN-Hackern unmöglich macht, diesen auszuspähen. Auf eine Verwendung des WPA- und WEP-Standards sollte bei Möglichkeit verzichtet werden. Zur Sicherung des WLAN-Netzwerks sollte auf die Absicherung über eine WPA2-Verschlüsselung zurückgegriffen werden. Diese Einstellungen kann man direkt über die Routerverwaltung über den Browser vornehmen.

Darüber hinaus bietet die Einrichtung eines MAC-Adressen-Filters im Router weiteren Schutz. Jedes Gerät mit einer Netzwerkkarte hat solch eine entsprechende und eindeutige MAC-Adresse. Lässt man am Router nur Verbindungen von vorher eingetragenen MAC-Adresse zu, haben unerbetene Gäste, die Online-Banking-Daten ausspähen könnten, keinen Zugriff auf das sichere WLAN-Netzwerk.

Bei der Verwendung eines öffentlichen WLAN-Netzwerks, auch Hotspot genannt, sollte man sich vor der Einwahl über die Sicherheit der Verbindung informieren. Bekommt man keine ausreichende Auskunft oder erfährt, dass der Hotspot-Zugang nicht gesichert ist, sollten keinesfalls wichtige Daten über das Netzwerk gesendet werden und somit auch keine Online-Finanzgeschäfte durchgeführt werden.

Zudem sollte sichergestellt werden, dass sich ein zuverlässiger Antivirenschutz auf dem tragbaren Gerät befindet. Für Net- und Notebooks muss dabei nicht tief in die Tasche gegriffen werden. Auch kostenlose Programme wie der AVG Anti-Virus Free Edition oder avast! Free Antivirus liefern bereits einen zuverlässigen Schutz vor unerwünschten Dateneindringlingen.

Weitere Themen: Number26 - Online-Bank

Neue Artikel von GIGA SOFTWARE

GIGA Marktplatz